Berichte und Fotos

Hier findest Du in nächster Zeit  kurze Berichte mit ein paar Fotos von unseren Aktivitäten in den vergangen Wochen. Viel Spass beim "Revue passieren lassen".

Dem oberen Grindelwaldgletscher entgegen am 4. September 2022

Endlich nun, im dritten Anlauf, konnte die Wanderung zur Klecksteinhütte

in den schönen Berner Alpen stattfinden. 2020 verhindert durch Corona

und im letzten Jahr abgesagt wegen schlechten Wetters, konnte sich

Organisator Andi Weber dieses Mal vor Anmeldungen kaum retten, und

führte somit eine stattliche Gruppe von vierzehn Wanderlustigen an. Was

deshalb besonders erfreulich war, weil einige neue Gesichter dabei

waren, die sich offensichtlich wohl gefühlt haben und hoffentlich mal

wieder mitkommen werden. Gestartet wurde von Grindelwald, vom Parkplatz

Hotel Wetterhorn aus. Es gibt nur diese eine Aufstiegsmöglichkeit zur

2.317 m hoch, südwestlich des Wetterhorns, gelegenen Hütte. Zunächst

wanderten wir durch ein kleines Wäldchen, sanfte Wiesen und entlang

eines trockenen Bachbetts, bis zum Einstieg in eine steile Felswand. Der

größtenteils durch Stahlseile gesicherte Bergpfad führte uns zunächst

zur ehemaligen Bergstation des Wetterhorn Aufzugs, der Mitte des letzten

Jahrhunderts nur kurz in Betrieb war. Weiter ging es, mit Blick auf die

Ausläufer des Oberen Grindelwaldgletschers, zuerst leicht absteigend

vorbei an einem mehr oder weniger ergiebigen Wasserfall, der für eine

leichte Abkühlung und reichlich Belustigung sorgte. Ab hier wurde es

immer steiler und der Zickzackkurs führte uns näher an den zwar stark

dezimierten, aber immer noch faszinierenden Gletscher heran. Schon bald

konnten wir das wehende Fähnchen der hoch oben, auf einem grünen

Vorsprung thronenden Glecksteinhütte ausmachen. Zunächst einmal aber

legten wir eine Vesperpause auf einer schönen Wiese, mit direktem Blick

auf den Gletscher, ein. Frisch gestärkt an Leib und Seele war auch der

letzte Abschnitt bald geschafft. Oben angekommen gönnten wir uns eine

ausgiebige Kaffeepause auf der Terrasse der urigen Hütte mit

fantastischem Blick auf das leider nicht mehr ewige Eis einerseits und

bis tief ins Tal bis nach Grindelwald auf der anderen Seite. Die

anstrengenden knapp 1.300 hm hatten sich wieder einmal mehr als gelohnt.

Zum Abstieg hinterher nur soviel: wie schon erwähnt, führt nur dieser

eine Weg rauf zur Glecksteinhütte und logischerweise derselbe auch

wieder zurück. Erstaunlich ist aber, wie anders sich die Umgebung

darstellt, wenn man sie aus der umgedrehten Perspektive wahrnimmt. Fast

könnte man annehmen, dass man einen unbekannten Weg zurück nimmt.

Jedenfalls boten sich weitere zahlreiche tolle Ausblicke. Und ein

bisschen Wehmut machte sich breit, war dies doch die letzte Hochtour im

diesjährigen Wanderkalender der Hochtouristen. Unten angekommen, ließen

wir diesen schönen Tag noch bei einem kühlen Getränk im Hotel Wetterhorn

ausklingen, bevor wir die staureiche Heimfahrt antraten.

Katrin Flury

Wanderung am Säntis vom 13.-14. August 2022

Zu einer zweitägigen Hochtour, bestens organisiert und geführt von Andi Weber, machten sich Samstag früh sieben Hochtouristen auf den Weg. Unser Ziel, der 2.502 m hohe Säntis im Appenzeller Alpsteinmassiv ist wahrscheinlich den meisten ein Begriff. Warum das so ist, wurde auf dieser eindrücklichen Wanderung schnell klar. Aber der Reihe nach. Von Wasserauen aus starteten wir mit der Bergbahn hinauf zur Ebenalp (1.640 m), die am nördlichen Ende des Alpsteins liegt. Zunächst statteten wir dem berühmten Wildkirchli, bestehend aus drei Höhlenabschnitten, einen Besuch ab. Als nächstes, noch bevor wir auch nur einen Höhenmeter bewältigt hatten, nahmen wir erst einmal einen Kaffee und einen leckeren Schweizer Nussgipfel zu uns. Und zwar im Aescher Berggasthaus, das sich so wunderschön an den Fels anzuschmiegen scheint und das Verweilen auf dessen Terrasse allein schon das Bergbahnticket lohnt. Frisch gestärkt ging es nun aber wirklich los, denn immerhin hatten wir gute 1.200 hm vor der Brust. Zunächst hinauf zum Schäfler (1.925 m), wo uns ein paar tiefhängende Wolken ein wenig den Ausblick vermasselten. Aber diese leichte Wetterirritation war zum Glück nur von kurzer Dauer. Vom Schäfler führt dann ein teils steiler und stellenweise ziemlich ausgesetzter Weg zum Lötzlialpsattel, wo wir von der Südseite zur Nordseite des Grats wechselten. Eine kurze Mittagspause auf einem schmalen Hügel etwas abseits des Wegs, gewährte Zeit und Muse für großartige Rundumblicke, nun wieder in vollem Sonnenschein. Als nächstes durchwanderten wir ein imposantes Geröllfeld hinauf Richtung Öhrli bzw. zur Hinter Öhrligrueb (2.119 m). Von hier aus, endlich, konnten wir das erste Mal den Säntis-Gipfel sehen. Allerdings war der noch ganz schön weit weg und vor allem weit oben. Nun hieß es, verbliebene Energien zu mobilisieren, denn der Schlussanstieg durch die Rosegg und hinauf zur Himmelsleiter hatte es in sich. Nach rund einer Stunde durch eine reizvolle Felslandschaft und anschliessender Kraxelei über ein Felsenmeer begann der steile Aufstieg durch mit Drahtseilen gesicherte Rinnen bis zu einer kleinen Felslücke, die auf die Säntis-Route (von der Schwägalp her) und von da aus auf den Gipfel führt. Das letzte Stück, die sogenannte Himmelsleiter, ließ das Herz nochmal höher schlagen, nicht nur wegen der Anstrengung. Atemberaubend, diese Umgebung und das senkrechte Geklettere. Auf der Aussichtsplattform des Gipfels angekommen, konnten wir uns kaum sattsehen an dem einmaligen 360 Grad-Panorama, dem Sechs-Länder-Blick, der prägnanten Churfürsten-Bergkette, dem Blick übers Appenzellerland bis zum Bodensee und noch vielem mehr. Die Nacht verbrachten wir in der aufwendig renovierten "Alten Säntishütte", die sich komplett modernisiert und komfortabel präsentierte, inclusive unverstelltem frühmorgenlichem Ausblick aus den Zimmerfenstern auf ein mehrreihiges Alpenpanorama. Nach einem gemütlichen Frühstück - hatten wir doch ausschließlich den Abstieg vor uns und keine Eile - verabschiedeten wir uns vom Säntis und wanderten zunächst über den ausgesetzten, stahlgesicherten Lisengrat zum Rotsteinpass. Unterwegs stets mit den Augen die felsige Umgebung absuchend, da wir schon am Vorabend, sehr weit entfernt zwar, aber dennoch klar erkennbar, Steinböcke gesichtet hatten. Und tatsächlich konnten wir eine ganze Herde ausmachen und durchs Fernglas beobachten. Auch eine Gämsenmutter mit ihrem Jungen begegneten uns noch auf unserem Abstieg nahe dem Berggasthof Rotsteinpass. Noch ganz erfüllt von so viel Sichtungsglück, wanderten wir noch gut eine Stunde weiter zur Meglisalp, wo wir eine Mittagspause einlegten. Dann hatten wir noch einen knackigen, steilen Abstieg durch einen Wald zu bewältigen, bevor wir den Seealpsee erreichten. Eine mutige Mitwanderin aus unseren Reihen konnte nicht widerstehen und sprang, mehr als sprichwörtlich, ins kalte Wasser. Wir anderen begnügten uns mit einem kühlenden Fußbad, was für den ein oder anderen schon genug der Herausforderung ist. Nach einem kurzen Abstecher ins Seerestaurant, war der Weg zurück zum Ausgangspunkt bald geschafft und wir traten, noch ganz beseelt von so viel wunderschöner Natur, den Heimweg an.

Wer noch nicht auf diesem außergewöhnlichen Berg war - unbedingt nachholen!

Katrin Flury

Auf dem Bernauer Hochtal Staig

16 Wanderfreunde der Hochtouristen absolvierten unter der Leitung von Silvia Spohn und Heidi Feuchter bei idealem Wetter den Bernauer Hochtal Steig, ein gut 16 Kilometer langer „Premiumweg und Schwarzwälder Genießerpfad“ mit knapp 700 Höhenmetern. Die Tour war ein schönes Wandererlebnis durch Wälder und ausgedehnte Weidfelder mit herrlichen Ausblicken auf die höchsten Schwarzwaldgipfel, die Alpen und das Bernauer Hochtal.

Die Mittagsrast am 1330 Meter hohen Aussichtspunkt „Kleines Spießhorn“ bot auch Gelegenheit, das Viscope, ein Aussichtsfernrohr, das über jedem Berggipfel den Namen einblendet, zu benutzen. Allerdings war zu der Zeit die Fernsicht getrübt, so dass man die 140 Kilometer entfernten Alpengipfel Eiger, Mönch und Jungfrau nicht erkennen konnte. Der Logenplatz eröffnete dagegen einen tollen Blick auf das Herzogenhorn, den Hausberg von Bernau, sowie den Belchen.

Auch Hinterwäldern (die kleinste Rinderrasse Mitteleuropas) begegneten die wanderfreudigen Hochtouristen, ehe sie anschließend eine Kaffeepause in der Krunkelbach-Hütte einlegten. Am Ende des Genießerpfads konnten die Teilnehmer nur bestätigen, was die Prospekte versprochen hatten: Der Hochtal Steig und der Bernauer Panoramaweg gelten als einer der schönsten Wege mit Weitblick im

südlichen Schwarzwald. Den gemütlichen Abschluss einer gelungenen Wanderung gab es im Autohof am Dreispitz in Binzen.

Zweisimmen-Montreux  In 2 Stunden von den Bergen in den Süden

Nicht möglich? Aber klar doch- mit dem historischen Belle Epoque- Zug!

Aber von vorne: Am Samstag, 20.08.2022 gings in Kandern los- bei strömendem Regen! 19 Teilnehmer, denen ein bisschen mulmig zu Mute war wegen dem Wetter- war doch eine Rundwanderung durch die Gryden geplant. Doch in Lenk angekommen, kamen Sonnenbrille und Sonnencreme zum Einsatz. Mit der Gondelbahn Betelberg gings hinauf auf’s Leiterli. Der knapp 8 km lange Rundweg mit ca. 340 Hm bot herrliche Ausblicke auf eine Moorlandschaft, eine Alpenblumenwiese mit Schau-Täfelchen (leider waren die meisten verblüht), durch die Gryden (= Gips- und Rauhwackegestein). Kraterartige, bizarre Gesteinslandschaften boten einen seltenen Anblick, die sofort an das steinerne Meer in den Dolomiten erinnerten.

Pünktlich zur Mittagspause setzte leichter Regen ein, aber mit Ende des Vespers hörte auch dieser wieder auf. Auf matschigen Wegen schlidderten wir teilweise wieder der Gondel entgegen.

Nach einer Übernachtung im Hotel Kreuz gings ab Zweisimmen dem Höhepunkt der Reise entgegen- nach Montreux mit dem Panorama- Zug, der mittels Sekt und Knabbereien kurzerhand zum First Class- Train wurde. Euch nun diese wunderschöne Berglandschaft nach Montreux zu beschreiben, würde ein Buch füllen. Die Rückfahrt nach Zweisimmen dann, ganz nobel, im historischen Belle Epoque- Zug. Einen würdigen Abschluss fand diese Reise in der Tanne.

So, guckt euch nun einfach die Bilder an.............

Regina Weber

Auf dem Steinbock-Trek am 15. und 16. Juli 2022

Zweitageswanderung auf dem Steinbock-Trek

Schon die Anfahrt durch das landschaftlich einmalige Unesco-Biosphärengebiet „Entlebuch“ war ein Erlebnis. In Sörenberg (1175m) angekommen, ging die 11-köpfige Gruppe rund um den Wanderführer Hans-Jürgen Weiß den Aufstieg zur Rossweid (1460m) an, wo nach ca. einer Stunde eine erste Rast mit Kaffee und Nußgipfel eingelegt wurde. So gestärkt ging es zunächst relativ bequem weiter über grüne Almwiesen mit weidenden Kühen bis zur Blattenegg (1635m). Dort begann dann der sehr steile Aufstieg auf schmalem Pfad, bis das Lättgässli erreicht wurde, eine Treppe zur Überwindung des letzten und steilsten Teilstückes. Oben auf dem Brienzergrat (2175m) angekommen bot sich der Bergwandergruppe eine grandiose Aussicht auf den Brienzer- und Thunersee sowie auf mehrere hundert, teils schneebedeckten Alpengipfel. Allen voran das Dreigestirn des Berner Oberlandes: Eiger, Mönch und Jungfrau. Nach dem Genuss eines Rucksackvespers ging es weiter auf dem Grat, sanft ansteigend und vorbei an den Bergstationen der von Brienz herkommenden Rothorn-Zahnradbahn und der von Sörrenberg herkommenden Rothorn Gondelbahn. Den Gipfelschnaps genoss die Gruppe dann auf dem Brienzer Rothorn (2348m) mit herrlicher Rundumsicht. Von dort begann dann der Abstieg über den Eiseesattel (2030m) zum Berghaus Eisee (1895m), wo die Wandergruppe einige kühle Biere später ein leckeres Abendmenu genoss und schließlich auch übernachtete. 

Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück wieder an den Aufstieg über den Eiseesattel auf den schmalen, manchmal ausgesetzten Gratweg zu den beiden Gipfeln Arnihagen (2316m) und Höchgumme (2205m). Auch von dort aus konnten herrliche Rundumblicke auf die umliegenden Alpengipfel und runter in die Täler nach Meiringen, Lungern und Sörrenberg genossen werden. Anschließend ging es dann nur noch bergab, zuerst steil und schließlich auch gemütlicher, zurück nach Sörrenberg. Weil es erst früher Nachmittag war, entschloss sich die Wandergruppe nochmal für einen Besuch der Rossweid zu einem kühlen Bier oder leckeren Eisbecher. Diesmal aber nicht zu Fuß, sondern per Seilbahn, schließlich war im Übernachtungspreis ja auch die Fahrt mit den Bergbahnen inbegriffen. 

Nach der Heimfahrt klang der Tag dann noch mit einer Einkehr im Biergarten des Chabah’s aus.

Hans-Jürgen Weiß

Karnischer Höhenweg vom 24. - 30. Juli 2022

Karnischer Höhenweg vom 24. - 30. Juli 2022

Die diesjährige Wanderwoche der Hochtouristen stand unter einem nicht ganz glücklichen Stern, musste die Gruppe doch auf die Teilnahme ihres "Leitwolfs" Heinz Osswald, sowie einer weiteren altgedienten Wanderkameradin umständehalber verzichten. Selbstverständlich stießen wir jeden Abend mit einem Schnäpsle auf die beiden an und in Gedanken saßen sie mit am Tisch. Nichtsdestotrotz machten sich am frühen Sonntagmorgen neun gut gelaunte Wanderverrückte auf den Weg nach Sillian in Osttirol, um dort unseren langjährigen Wanderführer Michael Epp zu treffen.

Der Karnische Höhenweg oder "Friedensweg" führt den gesamten Karnischen Kamm entlang, der an der Grenze zwischen Österreich und Italien  verläuft. Er erstreckt sich über eine Länge von 150 Kilometern von Sillian bis nach Arnoldstein und wird von den Regionen Südtirol, Osttirol, Friaul und Kärnten flankiert. Unsere Tour umfasste den ersten, hochalpinen, bergnahen oberen Teil von Sillian nach Mauthen. Er schlängelt sich an zahlreichen Resten von Stellungen aus dem Bergkrieg 

1914-18 vorbei, wo hart und verlustreich Grenzen verteidigt wurden. Wir dagegen überschritten diese zum Teil mehrmals täglich, immer im Bewusstsein der europäischen Idee.

Traditionsgemäss muss am Anfahrtstag nur der Aufstieg zur ersten Hütte bewältigt werden. Die 850 hm zur Leckfeldalm waren in drei Stunden bei herrlichem Sommerwetter erledigt. So konnten wir noch in Ruhe die schöne Umgebung rund um den Sillianer Sattel genießen und ein bisschen 

"kneipen" in dem eigens dafür vorgesehen langgezogenen Brunnen vor der gemütlichen Alm. Oder anstatt die Füße auch den Kopf zu kühlen, inclusive Gelächter der belustigten Zuschauer

Tag zwei stand ganz im Zeichen europäischer Geschichte. Wir wanderten vorbei am Heimkehrerkreuz, das 1948 von Pustertaler Kriegsheimkehrern auf dem 2.373 m hohen Schützenmahd errichtete Mahnmal, dessen Inschrift "Dona Nobis Pacem" aktueller nicht sein könnte. Die Aussicht hier oben reichte von den Tauern bis zu den Lienzer Dolomiten. Nach einem weiteren kurzen Anstieg erreichten wir den 2500 m hohen Helm mit traumhafter Aussicht ins Pustertal und auf die Sextner Dolomiten. Wir waren total entzückt, zumindest zwei der drei Zinnen zu erblicken, wenn auch aus einer ungewohnteren Perspektive. Wir pausierten gemütlich bei herrlichem Sonnenschein vor den Resten der Helmhütte. Zahlreiche Infotafeln informieren hier über die wechselhafte Geschichte der Region zwischen zwei Weltkriegen. Nach ausgiebigem Genuss dieses traumhaft schönen Rundum-Blickes, machten wir uns auf den Weg zum heutigen Etappenziel, der modernen, komfortablen Sillianerhütte (2.447 m). Spätabends wurden wir 

von einem heftigen Gewitter aufgeschreckt, das mit starkem Regen und später auch Hagel für einen ordentlichen Temperatursturz sorgte. Selbst am nächsten Morgen fanden sich noch zentimeterhohe Hagelreste rund um die Hütte.Bei kühlen Temperaturen und tiefhängenden Wolken machten wir uns auf den Weg, stets auf zwischen 2.300 und 2.600 m Höhe, zum Hochgräntenjoch, wo ein kleiner Friedhof mahnend an Kriegsgreuel erinnert. Weiter ging es 

entlang des Kamms und hinauf zum Eisenreich auf 2.665 m. Im Abstieg verließen wir den Kamm und wanderten hinunter zum Obstansersee mit der gleichnamigen Hütte, geschützt in einer Talmulde gelegen. Wieder begann es am späten Nachmittag zu regnen, aber in einer gemütlichen Berghütte lässt sich schlechtes Wetter bei Spielen und Getränken gut aushalten. Auch konnten in dieser Hütte von einer Wanderkameradin neue Bergschuhe erstanden werden, waren die alten auf dieser Etappe doch völlig aus dem Leim gegangen. Welch glücklicher Zufall! Denn nicht mal unserem weit gereisten Wanderführer ist eine andere Berghütte bekannt, die diesen Service bereithält.

So konnte es am nächsten Morgen für alle wohlbeschuht weitergehen, wenn auch das Wetter den sonnenverwöhnten Hochtouristen, insbesondere aber unserem Michael, zunehmend Sorgen bereitete. Und tatsächlich begann es, kaum dass wir die ersten Höhenmeter zurückgelegt hatten, zu plätschern. Die entsprechende Schutzkleidung war schnell zur Hand und angelegt, der 

Weg wurde jedoch zunehmend rutschig, die Sicht schlecht. Nach reiflicher Überlegung entschied sich unser Wanderführer schweren Herzens, nicht auf den Kamm zurückzukehren, sondern ins Tal abzusteigen. Damit verpassten wir zwar den höchsten Punkt des Höhenwegs, die Pfannspitze mit 2.678 m, waren jedoch auf der sicheren Seite. Im Tal angekommen, stiegen wir dann nach einer kurzen Busfahrt von Obertilliach aus über den gut ausgebauten Forstweg hinauf zur Porzehütte.

Am folgenden Tag (Donnerstag) stand uns die längste Etappe des Karnischen Höhenwegs bevor. Abermals umgeben von den beeindruckenden Gipfeln der Karnischen Alpen und einem herrlichen, vielfältigen Bergpanorama, führte der Weg hinauf zum Tilliacher Joch, dann entlang 

des Grenzkammes hinauf zum Bärenbadeck (2.430 m) und weiter zum Reiterkarspitz. Mit nur geringem Auf und Ab ging es weiter zum Winkler Joch und südlich am Gamskofel vorbei zum Hochspitzjoch, wo sich der beeindruckende Hochspitz (2.581 m) vor einem auftürmt. Der folgende 

Anstieg führte in kurzen Serpentinen durch felsiges Gelände, gesichert mit Stahlseilen, die uns die Kletterpartie erfolgreich bestehen ließen. Nach guten 150 hm wurde der Weg nun wieder flacher, und langsam aber sicher rückte das Tagesziel näher. Über alte Kriegspfade zum Lunggauer 

Sattel und hinunter zum Lungggauer Törl. Von hier aus war das heutige Ziel, das Hochweißsteinhaus, schon zu sehen - auf der anderen Seite des Talkessels. Schließlich erreichten wir nach einigen ungeplanten, weil in der Karte nicht ausgewiesenen Kletter-bzw. Abseileinlagen, müde aber glücklich das Hochweißsteinhaus. Um die 17 km, gut 1.300 hm Aufstieg und fast genau so viel Abstieg, sowie einige anspruchsvolle und/oder ausgesetzte Teilstücke waren in knapp neun Stunden bewältigt worden. Puh! Zum Glück war uns der Wettergott auf dieser Königsetappe hold geblieben. Doch kaum auf der Hütte angekommen fing es auch schon wieder an zu regnen und es schüttete die halbe Nacht. 

Am vorletzten Tag führte uns bei recht ordentlichem Wetter der steile Wiesen-Serpentinenweg vom Hochweißsteinhaus hinauf zum Öfner Joch. Dort oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Italienischen Berge. Nun ging es wieder bergab, immer im Zickzack zwischen Fels und Wald ins Fleontal. Vorbei an der Sissanis Alm führte uns ein längerer Anstieg zum Lago Pera, einem kleinen idyllischen Bergsee. Auch lohnte sich immer wieder ein Blick in den Himmel, kreisten doch zahlreiche Gänsegeier über uns, vielleicht angezogen von einer nahen Schafherde mit vielen neugeborenen Lämmchen. Weiter führte der aufsteigende Weg zum Girondopass, für dessen Erreichen eine steile Bergflanke auf einem Geröllfeld überquert werden musste. Der tolle Blick auf einen weiteren Bergsee entschädigte wieder voll und ganz. Nach etwa sechs Stunden und knapp 1.000 hm erreichten wir, das letzte Stück von Regen begleitet, die wunderschön am gleichnamigen See gelegene und sehr attraktive Wolayerseehütte. Und obwohl die Außentemperatur alles andere als einladend zum Baden war, ließ es sich einer unserer Gefährten nicht nehmen, wenigstens einmal kurz die Kleider abzuwerfen und ins kühle Nass zu springen. Große Bewunderung vom Rest der Gruppe war ihm sicher. Wir verbrachten einen sehr geselligen und lustigen letzten Hüttenabend bei wieder hervorragendem Essen und Trinken. 

Samstag dann hieß es Abschied nehmen von diesem zwar anspruchsvollen, dafür aber sehr abwechslungsreichen, mit zahllosen wunderbaren Panoramen gespickten Höhenweg, der sicherlich unvergesslich bleiben wird. Die letzten Stunden wanderten wir vorbei an den Felsabstürzen der Hohen Warte auf das Valentinstörl, und stiegen von hier zu unserem Tourenziel 

Valentinalm ab. Mit dem Bus ging es durch das wunderschöne Lesachtal zurück zu unserem Ausgangspunkt Sillian.

 

Katrin Flury

Wanderung zur Kröntenhütte am 25. - 26. Juni 2022

Freitags schüttete es noch wie aus Kübeln - Samstag früh aber starteten zwölf Hochtouristen in Hoffnung auf besseres Wetter zu ihrer Tour ins Erstfelder Tal im Kanton Uri. Zunächst fuhren wir mit dem Vereinsbus und einem weiteren PKW nach Altdorf, um uns mit Agnes Planzer-Stüsi, einer guten "alten" Bekannten von Heinz zu treffen, die uns auf die Kröntenhütte führen würde. In ihrer ehemaligen Funktion als SAC-Präsidentin der Sektion Altdorf hat sie den aufwendigen Aus-bzw. Umbau der Hütte maßgeblich mitverantwortet. Gerne nahmen wir sie als sachkundige Begleiterin in unsere Reihen auf. Zunächst ging es aber auf einen kurzen Rundgang durch den reizvollen Altdorfer Ortskern mit seinem beeindruckenden Tell-Denkmal. Wir bekamen eine kurze Führung durch das nicht minder

beeindruckende Gerichtsgebäude, dem Agnes als Gerichtspräsidentin des Kantons Uri vorsteht, und beendeten unsere Stipvisite an einem schönen Aussichtspunkt vor dem alten Kloster. Nun ging es noch

einige Kilometer mit den Autos zum Startpunkt unserer Wanderung, nach Bodenberg. Und dann konnte es losgehen. Der Aufstieg zur Hütte über den Chüeplanggweg führt stets mehr oder weniger am kühlen

Alpbach entlang durch ein wunderschönes Alpen-Hochtal mit unterschiedlichsten Biotopen und einer reichhaltigen Pflanzenwelt. Nach einer kurzen Rast auf der Chüeplangg-Alp, vorbei an bunten Wiesen und einem donnernden Wasserfall, ging es weiter über Felsstufen hinauf, bis schon bald die Kröntenhütte zu sehen war. Die gut 900 Höhenmeter hatten wir in weniger als drei Stunden bewältigt. Oben angekommen war noch genügend Zeit, um bei herrlichem Sonnenschein und dem ein oder anderen kühlen Getränk die großartige Aussicht zu genießen. Die Lage der Hütte auf einem kleinen Plateau, das

gepflegte Ambiente und das hervorragende Essen taten das ihrige, um uns rundum wohl zu fühlen und schon einmal Pläne für den nächsten Tag zu schmieden. Die Gruppe unter der kompetenten wie charmanten Führung von Heinz Osswald, entschied sich für den Aufstieg zum Obersee-Männdli früh am nächsten Tag. Die gut 300 Höhenmeter über Felsen, Bergwiesen und zuletzt entlang eines schmalen Grats waren bald geschafft und belohnten uns mit einem unverstellten Blick auf den 3000 Meter hohen Krönten mit seiner Gletscherzunge, inklusive Regenbogen über den herabfließenden Rinnsalen. Leider mussten wir uns bald wieder auf den Rückweg machen, mit einem kurzen Zwischenstop noch einmal an der Kröntenhütte, bevor wir den endgültigen Abstieg über den Ellbogen (Winterweg) angingen. Diese vom Hüttenwart empfohlene Abstiegsvariante machte uns nur bedingt Spaß. Der erste Teil verlief zunächst leicht aufwärts über abwechslungsreiches Gelände mit starkem Panorama und interessanten Tiefblicken ins Erstfelder Tal. Im unteren Abschnitt erwies sie sich jedoch zunehmend als recht monoton und einfach nur sehr steil. Alles in allem aber fuhren wir ausgepowert und hochzufrieden mit dieser Tour bei klasse Wetter und besten Bedingungen wieder zurück ins Kandertal. Zum Glück ohne Stau. Nach einem kurzen Absacker im Kanderner Bahnhof beschlossen wir dieses schöne Wochenende in freudiger Erwartung auf die nächsten Touren...

Katrin Flury

Wanderung um den Vulkanfelsen am Kaiserstuhl im April 2022

Mit einer Wanderung „rund um den Vulkanfelsen“ hat eine Gruppe mit 18 Teilnehmern

die Wandersaison 2022 eröffnet. Bernd Schmid hat nicht nur eine optimale Route im Kaiserstuhl, sondern auch noch bestes Wanderwetter ausgesucht. Die Wanderstrecke ab Oberbergen über die Mondhalde und den vor allem bei Bikern bekannten Texaspass, ging es hinauf zur Katharinen-Kapelle oberhalb von Endingen. Von dort weiter, immer im Bereich des Naturschutzgebietes „Schelinger Alp“, zur Eichelspitze, mit 521 m, nach dem Totenkopf, die zweithöchste Erhebung des Kaiserstuhls. Vom 42 m hohen Turm hat man eine herrliche Aussicht auf den Kaiserstuhl, zu den Schwarzwaldbergen, den Vogesen und praktisch den gesamten Breisgau bis ins Markgräflerland . Über den Vogelsangpass ging es dann durch die für den Kaiserstuhl typisch als Terassen angelegten Weinberge zurück zum Ausgangsort. Nach gut 5 Stunden, 18 KM und ca. 450 Höhenmetern, war die Tour von allen bestens geschafft, eine alles in allem sehr gut gelungene Einstiegswanderung, so der Tenor der Teilnehmer.               

Generalversammlung vom 23. März 2022

Einnahmen stark weggebrochen

Hauptversammlung / Corona-Pandemie sorgt für erhebliche Ausfälle bei Vermietung des Hotzenwaldhauses

Coronabedingt haben auch die Hochtouristen Kandern bei ihrer Hauptversammlung in der „Dorfmitte Holzen“ ein Jahr mit einem geschrumpften Programm bilanzieren müssen. Denn zahlreiche geplanten Aktivitäten, vor allem die im Wintersport, mussten wegen der Pandemie ausfallen. „Ich hoffe, das laufende Jahr wird besser“, sagte Vorsitzende Lissi Geling auch mit Blick auf die Finanzen. Denn wegen starker Einnahmeausfälle, weil wegen Corona das Hotzenwaldhaus nur zeitweise vermietet werden konnte, schloss das Jahr mit einem Minus von 24.000 Euro ab.

Bürgermeisterin Simone Penner bescheinigte vor den Neuwahlen dem Vorstandsteam und den Abteilungsleitern, „einen hervorragenden Job“ gemacht zu haben. Die Bürgermeisterin zeigte sich beeindruckt von der „vielfältigen, tollen Arbeit im Verein“. Für jeden werde etwas geboten: Wandern, Berg- und Hochtouren, Klettern, Biken, Wintersport in allen Facetten, Umweltaktionen oder die Pflege der Gemeinschaft. 

Wahlen

Regina Weber wurde als stellvertretende Vorsitzende ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie der langjährige Kassierer Matthias Feldheim und Markus Meier als Beisitzer. Manfred Fräulin wird Hans-Jürgen Weiß, der zusammen mit Michael Raab die Kasse geprüft und eine einwandfreie Führung der Verensfinanzen attestiert hat, als Kassenprüfer ablösen.

Finanzen

Die Finanzlage, die laut der Vorsitzenden Lissi Geling maßgeblich mit der Vermietung des Hotzenwaldhauses in Rickenbach zusammenhängt, nahm einen breiten Raum ein. Denn eine Vermietung des normalerweise das ganze Jahr über stark belegten Naturfreundehauses war wegen der Corona-Pandemie nur zeitweise möglich. Die Folge: Es gab kräftige Einnahmeverluste. Hinzu kam, dass im Hotzenwaldhaus Investitionen (17.000 Euro) angefallen sind, höhere Energiekosten durchschlugen und neue Skianzüge für die Skilehrer angeschafft werden mussten. „Zum Glück verfügen wir über ein ansehnliches Polster, das in früheren Jahren vor allem dank Klaus Hauert als Hausverwalter aufgebaut wurde“, sagte Geling anerkennend.

Hotzenwaldhaus

Für den verhinderten Kassierer Matthias Feldheim listete Regina Weber detailliert die Zahlen auf. Am Ende standen den Einnahmen in Höhe von 34.000 Euro Ausgaben von 58.000 Euro gegenüber. Zugleich betonte sie, dass das Hotzenwaldhaus das wichtigste finanzielle Standbein für den Verein sei. „Noch stehen wir finanziell gut da, doch noch so ein Jahr verkraften wir nicht“, führte Weber aus.

Da die Freizeiteinrichtung über weite Strecken des Jahres coronabedingt geschlossen war, sind mehr als 50 Prozent der Einnahmen weggebrochen, verdeutlichte Hausverwalter Peter Lindermer. Im Gegenzug sind zusätzliche Brandschutzmaßnahmen in Höhe von 10.500 Euro angefallen, außerdem mussten neue Matratzen und Bettwäsche für 6500 Euro angeschafft werden.

Ehrungen

Drei neue Ehrenmitglieder hat der Verein, die seit 50 Jahren den Hochtouristen angehören, aber an diesem Abend nicht anwesend sein konnten. Besonders würdigte Vorsitzende Geling das Wirken von Brigitte Näser, die sich in den fünf Jahrzehnten stets eingebracht hat und immer zur Stelle war, wenn Hilfe benötigt wurde, sei es im Hotzenwaldhaus oder bei den Budenfesten. Die Ehrenmitgliedschaft wurde auch Dorothea Seiter und Friedrich Gnädinger für ihre langjährige Treue zum Verein verliehen. Ebenfalls seit 50 Jahren im Verein ist Kaja Wohlschlegel, die für ihr jahrelanges engagiertes Wirken, unter anderem war sie zehn Jahre Vorsitzende, bereits vor einigen Jahren die Ehrenmitgliedschaft erhielt. Lissi Geling nutzte die Ehrungen auch, um allen Mitstreitern im Vorstand sowie allen engagierten Kräften im Verein zu danken.

Seit 25 Jahren sind Lars Ühlin, der als Skilehrer aktiv ist, und Marco Weber Mitglied der Hochtouristen. Sie erhalten traditionell ein Speckbrettchen. Schriftführerin Susanne Eichin überreichte der Vorsitzenden Lissi Geling als Anerkennung für ihren Einsatz einen Blumenstrauß.

Über die Aktivitäten der einzelnen Abteilungen berichten wir noch gesondert.

Die Aktivitäten der Hochtouristen-Abteilungen

Auch wenn die Corona-Pandemie zahlreiche geplanten Aktivitäten der Hochtouristen Kandern im vergangenen Jahr ausgebremst hat, so verdeutlichten bei der Hauptversammlung (wir berichteten) die Berichte der Abteilungsleiter das vielfältige Angebot des rührigen Vereins.

Peter Lindermer, neben Gerhard Meier Hauswart des Hotzenwaldhauses, machte deutlich, wie schmerzlich 2021 die Einnahmeverluste, bedingt durch die Pandemie, waren. Denn bis zum 30. Juni vergangenen Jahres war das von den Hochtouristen betriebene Naturfreundehaus geschlossen, so dass wesentliche Mieteinnahmen wegfielen. Die laufenden Kosten für das Haus gab Lindermer mit rund 10.000 Euro im Jahr an. Die Investitionen für Brandschutz und neue Matratzen beliefen sich auf 17.000 Euro. Aus verschiedenen Fördertöpfen konnten Zuschüsse in Höhe von 10.500 Euro erreicht werden. Lindermer verwies auch auf das Arbeitswochenende im Hotzenwaldhaus vom 22. bis 24. April, wozu er sich über möglichst viele Helfer freuen würde. Als Dank für den Arbeitseinsatz gibt es am Samstagabend ein Grillfest.

Für die verhinderten Abteilungsleiter Lara Heinfling und Kilian Helmboldt berichtete Marco Lindermer über die Wintersportaktivitäten. Doch diese sind größtenteils der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Es gab zwar Fortbildungsmaßnahmen für die Skilehrer und einen Skibasar mit mäßigem Erfolg – doch das war es schon weitgehend. Lindermer präsentierte dann noch die neu angeschafften Skianzüge.

„Es war ein kurzes Jahr“, resümierte Birgit Geugelin für die Abteilung Bergsport. Nur wenige Touren hätten planmäßig stattfinden können. Dazu gehörten die anspruchsvolle einwöchige Bergtour in den Dolomiten unter Leitung von Heinz Oßwald sowie Touren in der Schweiz und im Schwarzwald. „Wir sind 161 Stunden gewandert, haben 230 Kilometer unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zurückgelegt und 16.000 Höhenmeter bewältigt“, bilanzierte Geugelin mit dem Hinweis auf die gemeinschaftlichen Erlebnisse. Durchschnittlich nahmen 15 Hochtouristen an den Wanderungen und Touren teil.

„Wir waren unfallfrei und ohne Blessuren unterwegs“, stellte für die Mountainbike-Gruppen Gerhard Meier erfreut fest. Die Montagsgruppe unter seiner Leitung sowie die Mittwochsgruppe unter Leitung von Markus Meier waren vielfältig unterwegs. Die Kandeltour, „ein Leckerbissen für Könner“, sowie die mehrtägige Tour im Frankenland zählten zu den Höhepunkten.

Thomas Denne, der die Nordic Walking-Gruppe leitet, stellte fest: „Die wöchentlichen Aktivitäten rund um Kandern laufen super.“

Für die verhinderte Leiterin der Kinder- und Jugendgruppe, Sabrina Krug, machte Susanne Eichin deutlich, wie aktiv die erst vor einem Jahr zu neuem Leben erweckte 30 Mitglieder starke Gruppe ist. Ziel sei es, mit den Kindern die Natur zu erkunden. Auch eine Waldputzete und eine Stadtputzete gehören zur Freude von Bürgermeisterin Simone Penner dazu.

Als Powergruppe bezeichnete Vorsitzende Lissi Geling die Mittwochswanderer. Unter der Leitung von Bruno Bürgelin erkunden die Senioren bei Wanderungen mit anschließender gemütlicher Einkehr die Region. Jeden zweiten Mittwoch gehen im Schnitt 15 Teilnehmer auf Tour. Auch Besichtigungen gehören zu den Unternehmungen. „Wir haben immer viel Spaß“, stellte Bürgelin fest.

Hochtouristen über Kandern hinaus gefragt

Wie zugkräftig die Hochtouristen Kandern und deren vielfältiges Angebot sind, drückt sich auch in den wachsenden Mitgliederzahlen aus. „Dem Austritt von acht Erwachsenen und vier Kindern steht der Beitritt von 18 Erwachsenen gegenüber, so dass wir zum vergangenen Jahresende 463 Mitglieder hatten“, berichtete Vorsitzende Lissi Geling bei der Hauptversammlung. Und interessant war ihre Aufschlüsselung der Ortschaften, aus denen die Mitglieder kommen. Zwar stammt mit 297 das Gros der Mitglieder aus dem Kernort Kandern, doch immer mehr Leute aus dem Umland und darüber hinaus - rund 40 Prozent - schließen sich den Hochtouristen an. Und sogar Mitglieder aus Bazenheid bei St. Gallen, Zürich, Konstanz oder Seeheim-Jugenheim an der Bergstraße finden sich in der Kartei und sind immer wieder aktiv dabei. „Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass wir über die Grenzen von Kandern hinaus ein bekannter Verein sind, der mit seinen Veranstaltungen als attraktiv gilt“, betonte Geling erfreut. 

Nachfolge von Lissi Geling gesucht

Lissi Geling, seit acht Jahre Vorsitzende der Hochtouristen Kandern, kündigte bei der Hauptversammlung an, dass Vorstandsmitglieder in den kommenden Wochen verstärkt Mitglieder wegen einer Mitarbeit im Vorstand ansprechen werden. Hintergrund: Die Vorsitzende bekräftigte wie schon im Vorjahr, dass sie sich aus persönlichen Gründen nächstes Jahr von der Vereinsspitze zurückziehen werde. Deshalb suche man eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Und möglichst solle der Vorstand verjüngt werden. Daher appellierte Geling, im Vorstand mitzuarbeiten, damit die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden könne. „Ein Engagament in einem Vereinsvorstand ist bereichernd und macht viel Spaß“, betonte die Vorsitzende.

Schneeschuhwanderung Melchsee-Frutt am 20.März

Melchsee, Schneeschuhe und Sonne satt

Eine tolle Auszeit vom Alltag hatten wir mit unserer letzten diesjährigen Schneeschuhtour am 20. März. Von der Stöckalp ging es für unsere 13-köpfige Gruppe mit der Gondel nach Melchsee-Frutt auf 1.920m. Dort haben wir gleich die ersten Höhenmeter Richtung Bonistock (2.160m) in Angriff genommen. Strahlender Sonnenschein und wunderbare Aussichten über den Melchsee und ins umliegende Bergland motivierten uns natürlich mächtig. Auch wenn hier und da mal eine grasige Stellen zum Vorschein kamen, lagen doch fast durchgehend noch bis zu zwei Metern Schnee. Den Tannensee unter uns liegend, ging es vom Bonistock weiter den Grat entlang Richtung Chringen und dann zur Tannalp runter. Mit tollem Ausblick auf Graustock, Titlis und Wendestöcke konnten wir im Berggasthaus unseren mächtigen Durst löschen und uns stärken, bevor wir den neuen Anstieg Richtung Erzegg antraten. Im Nachmittagssonnenschein lag der Melchsee wieder vor uns und über Distelboden schlossen wir dann unsere schöne Panoramarunde nach Melchsee-Frutt. Durch freie und enge Stellen und sulzig-weichen Schnee, war war aus der "Tour für Ungeübte" eine teilweise fordernde Tour geworden, die einige Teilnehmer nutzten, um über sich hinaus zu wachsen - Chapeau! Für alle aber war es ein tolles Erlebnis gewesen, das uns wieder Energie für den Arbeitsalltag gibt. Auch dieses Mal ein herzliches Dankeschön an Günter für die gute Tourenleitung!

Nach der Tour ist vor der Tour: Freuen wir uns auf die beginnende Wandersaison!

Skiwoche in den Dolomiten März 2022

Schneeschuhwanderung Todtnauberg im Februar 2022

Mit den Schneeschuhen der Sonne entgegen

Wir hatten großes Wetterglück am 13. Februar und starteten unsere Tour auf dem Radschert bei Todtnauberg. Die Anfahrt gestaltete sich mit Privatfahrzeugen, die nur mit 2-3 Personen besetzt waren und je nach dem auch Mund-/Nasenschutz trugen, problemlos. Tatsächlich konnten wir Corona wieder einmal für Stunden (fast) vergessen und die Natur genießen. Günter führte die 15 Teilnehmer nach wenigen Metern bereits steil bergauf Richtung St. Wilhelmer-Hütte. Gut frequentiert waren Langlaufloipe und Wanderwege. Wir hielten uns etwas abseits, doch dicht bei der Loipe, um das Wild nicht zu stören. An der Wilhelmer-Hütte, die derzeit geschlossen ist, konnten wir in der Sonne rasten und die Aussicht genießen. Weiter ging es beinahe bis Laurentiuskapelle/Todtnauer-Hütte, bevor wir abbogen gegen Berger Höhe. Doch schon bald hieß es wieder bergauf gehen, vorbei an der längsten Ruhebank der Welt, um unsere Tour, die wieder auf dem Radschert endete, zu beschließen. Die fünf Stunden waren wie im Flug vergangen und geben uns Energie für die nächsten Tage. Wieder einmal ein Dankeschön an Günters launige Tourenleitung!

Bereits heute kamen Anmeldungen für die Tour im März in Melchsee-Frutt. Wir hoffen auch dann auf ordentliches Wetter und freuen uns schon darauf.

Schneeschuhwanderung am Belchen im Januar 2022

Zu acht und bei bestem Wetter sind wir auf der Passhöhe zwischen Neuenweg und Böllen zu unserer Schneeschuhtour und ersten Vereinsaktivität in 2022 aufgebrochen. Die Stimmung war entsprechend gut und spätestens Günters Sprüche trugen uns förmlich den Belchen hoch (gut, dass man das Schnaufen wegen der knirschenden Schneeschuhe nicht immer so gut gehört hat). Nachdem schon Bedenken im Raum standen, freuten wir uns besonders, dass doch genügend Schnee für unsere Tour lag. Den Weidbuchenpfad tangierend stiegen wir dem Berggasthaus entgegen, wo wir unser mitgebrachtes Vesper in der Sonne genießen konnten. Den Umtrieb der Ski- und Schlittenfahrer und der Skitourengeher auf dem Gipfel ließen wir hinter uns stiegen ab zur Talstation der Bahn, deren Gondeln einst auf dem Gelände der Expo in Hannover fuhren. Natürlich blieb Günter seinem Motto treu, so dass wir auch dieses Mal in den Genuss von "Güntis Adventure-Sunndig" kamen: Gerade auf der Abschnitt zwischen Berg- und Talstation wählte Günter Geheimwege, auf denen der eine oder andere tatsächlich Körperkontakt mit dem weichen, weißen Nass aufnahm. Der guten Laune tat es keinen Abbruch und wir wanderten weiter oberhalb Belchenhöfe wieder dem Wanderparkplatz Hau zu. Bei stimmungsvollem Spätnachmittagslicht erreichten wir den Wanderparkplatz wieder. Nach der Tour ist vor der Tour - bis zum nächsten Mal!

3 Seen Wanderung der Mittwochswanderer am 8. Dezember

Zur letzten Wanderung in diesem Jahr trotz regnerische Prognosen konnten wir 17 hartgesottene Mittwochs-Wanderer auf dem Bahnhofsplatz begrüßen. 

Los ging es übers Käppele, Tüchlingerweg auf den Schauerhof der mitten auf dem Golfgelände liegt, das war das Ziel. Auf der  Driving Ranch begrüßte uns Hanspeter Schauer,  Head Greenkeeper vom Golfclub Markgräflerland. Mit sehr interessanten Erläuterungen über  Pflege und Unterhalt des Golfplatzes, eine umfangreiche Besichtigung des Maschinenparks machte die Exkursion zu einem Erlebnis. Weiter ging es auf den Spuren der Golfer durch den Weihergarten mit Blick über Kandern hinunter ins Bohlhölzle am ersten See vorbei auf den Golfplatz 2.

Am zweiten See vorbei,  den Aspenweg,  Palmbodenweg zur Hasenberghütte.

Hauert Klaus hatte ein Feuer angezündet zum eventuellen Aufwärmen, was aber nicht notwendig war, ein wunderbaren Glühwein, ein deftiger Schnaps und ein Stück Nusszopf gebacken von Doris Brändlin wärmten uns ausreichend und entschädigte uns für den coronabedingten Verzicht auf Gaststätten und Pizza.

Somit war auch ein Verzehr bei 1,50 m gut einzuhalten und auch als sinnvoll anzusehen.

Zurück am Rande des Golfplatzes entlang um den dritten See, Kreuzegerten, Villa Umbach und zum Ausganspunkt Bahnhof Kandern. Da dies leider die letzte Wanderung im  Corona-Jahr 2021 war, , verabschiedeten wir uns mit den besten Weihnachts- und Neujahrswünschen und wir hoffen daß wir uns im neuen Jahr alle gesund und fit wieder zu schönen Wanderungen treffen können.

Wir waren 17 Wanderer, 7,6 km, <100>

Hildegard und Bruno

Wanderung Todtnauer Bergland am 10.Oktober

Bericht zur Wanderung im Todtnauer Bergland am 10.10.2021

19 laufstarke Wanderer begaben sich am Sonntag den 10.10.21 mit dem Vereinsbus und mit PKWs auf den Weg nach Todtnauberg.

Vom Kurhaus aus starteten wir gleich mit einem kräftigen Aufstieg durch die Ortsmitte Richtung Ratschert. Vorbei an einem Kurheim und der Jugendherberge hatten wir den ersten Bergrücken bald erreicht. Durch das idyllische Holzschlagbachtal führte unser Weg vorbei an Weiden und Bächen und durch dichte Wälder, immer bergab nach Muggenbrunn. 

In Muggenbrunn gab es eine kurze Einführung der Tourenleiterin, in die Geschichte dieses alten, in den Büchern schon sehr früh erwähnten Bergdorfes, mit seinen seit jeher als wehrhaft bekannten Einwohnern. 

Weiter ging der Weg steil bergauf durch Muggenbrunn, immer in Richtung „Obere Häuser“. Das angestrebte Zwischeziel Berggasthaus Knöpflesbrunn erreichten wir durch Wälder und Felder und über Stock und Stein, nicht ohne eine längere Vesperpause auf einer Waldlichtung mit Holzhütte zu machen. 

Da die Sitzgelegenheiten nicht für alle ausreichten, wurden kurzerhand die Holzbänke aus der Schutzhütte geschleppt und in Reih und Glied in der angrenzenden Tundra aufgestellt (wir haben sie auch wieder reingeschleppt hinterher). 

Angekommen auf dem Knöpflesbrunn zeigte sich unsere Wandergruppe wiederum sehr improvisationsfähig. Es herrschte viel Andrang vor dem Berggasthaus und noch mehr Andrang vor dem „Essensausgabefenster“. Also wurde eine Abordnung bestimmt um 15 Cappuccino zu holen und Kuchen dazu. Dies wiederum brachte die Hüttenwirtin kurzfristig mal aus der Fassung, es hat dann aber gut geklappt mit der Versorgung der geduldig wartenden Hochtouristen.

Der Abstieg nach der Mittagspause erfolgte durch dichten Bergwald und über etwas langweilige Schotterwege in Richtung Aftersteg um von da die bekannten Todtnauer Wasserfälle zu erklimmen. Selbst diese „Klettertour“ über nachweisbar 383 Stufen haben alle leicht und grazil gemeistert. 

Nach 5 1/2 Stunden Gehzeit, 600 Höhenmetern und 16,8 Kilometern erreichten wir glücklich die Fahrzeuge um diesen wunderschönen Tag in Wollbach bei Pizza und einem gepflegten Kaltgetränk ausklingen zu lassen. 

Wir danken allen Teilnehmern und freuen uns auf nächstes Jahr im Todtnauer Bergland.

Manfred und Birgit Geugelin

Abschlusstour der Mittwochsbiker am Kaiserstuhl

Mit einer grossen Gruppe von 14 Teilnehmern bestritten die Mittwochs-Biker am Samstag, 2.Oktober ihre Abschlusstour um und über den Kaiserstuhl. Bei idealem Biker-Wetter startete die Gruppe in Bötzingen und kämpfte sich gleich zu Beginn durch den dichten Verkehr in diesem engen Städtchen. Sogleich ging es dann an die ersten Höhenmeter durch Weinberge und Hohlgassen hinauf zum Vogelsang Pass. Über den teilweise schmalen Knabenkrautpfad wurden die letzten Meter bis zur ersten Anhöhe geschafft. Es folgte eine schöne Abfahrt durch die Weinberge nach Altvogtsburg, entlang am Fusse des Badbergs talwärts über Feld- u. Wiesenwegen bis nach Oberbergen. Von dort aus wurde die Tour über den Radweg K2 durch zum Teil enge und heimelige Gässchen bis nach Oberrotweil fortgesetzt. Der Bienenfresserpfad führte die Biker dann durch die etwas flacheren Weinberge nach Bischofingen. Die Passhöhe nach Kiechlinsbergen wurde über den Fahrradweg K2 anvisiert. Oben angekommen lud eine wunderbare Aussicht auf Vogesen und die Rheinebene sowie den umliegenden Ortschaften zu einer ersten längeren Verschnaufpause ein. Eine kurze, knackige Abfahrt über einen Schotterweg führte die Mittwochs-Biker nach Kiechlinsbergen und weiter nach Königsschaffhausen. Mit Unterstützung der Navigation wurde die Tour nun durch die Weinberge, Wälder und Lösshalden rund um Amoltern bis zum Galgenberg oberhalb Endigens fortgesetzt. Es folgte eine knifflige Abfahrt über Schotter- und Graspisten, durch enge Hohlgassen hinab nach Endingen, wo die gemütliche Altstadt für einer längere Pause für Erfrischungen genutzt wurde.

Gestärkt setzten die Biker ihre Tour durch die Osthänge des Kaiserstuhls oberhalb Bahlingens und Eichstetten durch die schon erwähnten markanten Lös-Schluchten und Weinberge fort. Nach 42 Km und ca. 900 Höhenmetern wurde der Ausgangspunkt Bötzingen ohne Pannen und Unfälle erreicht. Nach einem obligatorischen Abschlussgetränk in der Bötzinger Innenstadt folge am Abend der gebührende Abschluss mit einem Nachtessen in der Sonne in Riedlingen. Das Fazit der Tour im Sinne der ganzen Gruppe von Beatrix: „…war eine super Tour sehr abwechslungsreich durch die schönen Gässchen und Reben ... war gestern gefühlt ein Urlaubstag ☀️🚴‍♀️

Zweitageswanderung zur Rugghubelhütte

Auf dem  Weg zum Rotgrätli gab es noch immer einzelne Schneefelder zu überqueren, was aber kein Vergleich dazu war, wie es dort Anfang Juli noch ausgesehen hat, als die Tour hätte planmäßig stattfinden sollen. Dort musste die Tour aber wegen zu viel vom letzten Winter übriggebliebenen Schnee abgesagt werden.  Es wäre dort cirka 2 Stunden über eine geschlossene Schneedecke gegangen, wovon der Hüttenwart der Rugghubelhütte abgeraten hat. 

So hat die achtköpfige Bergwanderruppe um Wanderführer Hans-Jürgen Weiß, Anfang September einen zweiten Anlauf unternommen. Zunächst ging es mit der Seilbahn „s`blaiä Bähnli“ von Oberrickenbach-Fell im Kanton Nidwalden hoch zu der  über dem Bannalpsee gelegenen Chrüzhütte (1718m). Dort startete die Tour bei bestem Bergwetter mit einem recht steilen Aufstieg über die  saftigen Wiesen der Bannalp hoch zur Schonegg (2249m). Der Gruppe eröffnete sich dort ein wunderbarer Blick auf die Oberalp im benachbarten Grosstal. Auf der Schonegg wurde auch die Grenze zum Kanton Uri überschritten. Dann ging es mit zunächst moderatem, aber dann immer steiler werdendem Anstieg weiter über teils bizarr von den Gletschern geformten Steinplatten sowie über Geröll- und Schneefelder.  Zum letzten Anstieg hinauf zum Rotgrätli (2535m) brauchte es auch kleinere Klettereinlagen, die aber Dank angebrachter Fixseilen niemandem Probleme bereiteten. Auf dem Rotgrätli  eröffnete sich dann der Blick ins Engelberger Tal und wieder wurde eine Kantonsgrenze überschritten, nämlich die nach Obwalden. Während ein Großteil der Gruppe sich dann auf den Weg runter zur SAC-Rugghubelhütte (2296m) machte, ließen es sich zwei erfahrene Teilnehmer nicht nehmen, den  naheliegenden Gipfel des Engelberger Rotstockes (2818m) zu erklimmen. 

Auf der sehr schönen Hütte angekommen genossen die Bergwanderer bei einem - oder vielleicht auch zwei - kühlen Bieren dann die herrliche Aussicht bis hinunter nach Engelberg und auf und den imposanten, ganzjährig schneebedeckten Titlis. Nur gut eine Stunde später erreichten dann auch die beiden Gipfelstürmer die Hütte. Nach einem leckeren 4-gängigem Hüttenmenü, ließen  die Bergfreunde nochmal den wunderschönen ersten Tag Revue passieren. Dann war auch bald Hüttenruhe angesagt. 

Beim Sonnenaufgang wurde die Gruppe von den Glocken der unterhalb der Hütte weidenden Kühe sanft geweckt. Nach einem ausgiebigen Hüttenfrühstück ging es dann auf schmalen Pfaden  runter zur SAC-Brunnihütte (1868m), wo eine kurze Kaffeepause eingelegt wurde. Anschließend  ging es auf dem sehr bekannten Walenpfad -  am Fuß der Walenstöcke - weiter sanft bergab zur Walenalp (1673m), wo kurz danach wieder die Kantonsgrenze nach Nidwalden überschritten wurde. Nach dem  letzten, aber wieder sehr steilen Anstieg zur Walegg (1952m) eröffnete sich der Gruppe dann ein toller Blick auf Oberrickenbach und den Bannalpsee. Beim weiteren Abstieg dorthin kehrte die Wandergruppe dann zu einem zünftigen Bergvesper auf der Alp Oberfeld (1825m) ein. Von dort war dann nur noch ein kurzer, aber zuletzt recht steiler Abstieg -  mit vielen Serpentinen - hinunter zum Bannalpsee (1587m) zu bewältigen. Schließlich ging es dann noch mit dem „rotä Bähnli“ wieder ganz runter ins Tal, zum Parkplatz unseres Vereinsbusses. 

Nach zwei anstrengenden, aber wunderschönen Tagen, fielen dem einen oder anderen Bergwanderer auf der Heimfahrt dann doch die Augen zu. Wahrscheinlich träumten Sie schon von der nächsten Bergtour…

Hans-Jürgen Weiß

Atemberaubende Hochtour zum Bishorn (4153m) im Wallis

Nach dem Training im Zwischbergental machten sich 6 mutige Menschen auf den Weg, ihren ersten 4000er zu erklimmen.

Bergführer Klaus und Georg kannten ihre Schützlinge also ganz gut - und umgekehrt!

Voller Tatendrang starteten wir nach Anreise mit Vereinsbus, Gondel- sowie Postbus-Fahrt am Samstagmittag bei bestem Wetter in Gruben im Turtmanntal (ca. 1800m) zu unserem ersten Etappenziel, der Turtmannhütte (2519m). Von dort hatte man das eigentliche Ziel, das schneebedeckte Bishorn sowie den Weg zur Traquithütte bei klarer Sicht stets vor Augen.

Morgens gegen 8 Uhr begann unsere Tour bei klarem Himmel durch das Gässi, ein schönes Fels- Couloir. Oben angekommen ging es zunächst über Marmorgestein zum unteren Rand des Bruneggletschers mit dem ersten Einsatz von Steigeisen und Pickel.

Vorbei am Gletschersee musste zunächst die Adlerflüe über den Klettersteig bezwungen werden, bevor wir uns dort in der Sonne eine Mittagspause bei grandiosem alpinen Panorama gönnten. Nach Abstieg über Schotterfelder, den ehemaligen Gletscherrändern, erforderte der steile Turtmanngletschers mit seinem Blankeis einen beherzteren Einsatz des Pickels sowie großes Vertrauen in die Haltekraft der Steigeisen. Spalten und Gletschertürmchen oberhalb flößten ordentlichen Respekt ein.

Nach kurzer aber knackiger Geröllkraxelei ging es dann über ein flacheres schneebedecktes Gletscherfeld zur Tracuithütte, die als moderner Neubau auf 3256 m Höhe thront.

Dort belohnten die riesigen Panoramafenster, mit beeindruckendem Blick auf die umgebenden Viertausender, die angehenden Gipfelstürmer mit Kaffee und Kuchen.

Nach frischer Nacht und kurzem Frühstück ging es gegen 5.30 Uhr raus in die klare Morgenluft. Routiniert wurde die Gletscherausrüstung angelegt, zwei Seilschaften gebildet und los ging’s: das Bishorn im Morgenrot voraus und der Rest der Welt abgetaucht unter einer Wolkendecke. Nun galt es, das richtige Tempo in der Seilschaft zu finden, um gemeinsam die 800 Höhenmeter bis zum Gipfel zu meistern. Gegangen wurde schweigend, denn sowohl die Höhenluft als auch der Respekt vor der Aufgabe liesen einen überwiegend mit dem eigenen Körper und manchmal auch Kopf vollstens ausgelastet sein: und Aufgeben ist nicht! Das wurde auch schnell und deutlich klar.

Die Bergwelt ringsum muss bewusst wahrgenommen werden, wenn das durchaus meditative langsame Gehen zunehmend in angestrengtes Stapfen übergeht und der Blick dabei zu Boden geht. „Ein Spaziergang über die Außenwelt zur Innenwelt“...aus dieser Innenwelt tauchte man erst kurz vor Erreichen des Gipfels quasi beim Endspurt wieder auf, als jedem klar wurde, dass man es gemeinsam schaffen wird. Der Blick hinter das Bishorn mit dem alpinen Bilderbuchpanorama und mitten drin das majestätische Weißhorn bei strahlend blauem Himmel haute einen förmlich um, man erklomm die letzten Meter ganz geplättet, die Jubelschreie auf dem Gipfel waren ein unmissverständlicher Ausdruck dafür. Das lässt keinen kalt, aber es wird einem sehr zügig kalt dort oben.

Danach ging es flott bergab, die Schritte fielen nun leichter und man war noch ganz beschwingt.

Nach nicht einmal 2 Stunden, zurück an der Tracuithütte, gab es noch eine kurze Pause bevor wir den Weg hinunter nach Zinal mit den restlichen 1700 „Tiefenmeter“ in Angriff nahmen.

Der lange, zum Teil steile Abstieg ging in die Knochen und jeder war froh als Zinal erreicht war. Um 18 Uhr kam endlich das Postauto, das uns bis nach Sierre brachte, dann noch eine kurze Zugfahrt und wir waren zurück in Turtmann. Von dort ging es mit dem Vereinsbus wieder über den Lötschbergtunnel zurück nach Kandern.

Für das Bishorn braucht man Biss, einen langen Atem und einen Bergführer wie Klaus, der ein mit Weitsicht ausgewähltes Ziel und eine ebenso überlegte Route wählte und dann das Team rücksichtsvoll wie ausdauernd und zweifellos nach oben „zenselet“. Alle 4000er-Neulinge bedanken sich bei Klaus sowie Georg für das sichere Führen sowie dem Schleppen der Seile, Haken etc.

Claudia

 

Generalversammlung am 20. August 2021

Lissi Geling kündigt ihren Rückzug an

 

Kandern (ter). Lissi Geling, seit sieben Jahren engagierte Vorsitzende der Hochtouristen Kandern und bei den Wahlen erneut einstimmig im Amt bestätigt, hat bei der Hauptversammlung aus persönlichen Gründen ihren Rückzug angekündigt. Noch zwei Jahre wolle sie das Amt weiterführen, dann werde sie die Verantwortung abgeben. Deshalb appellierte sie an die Versammlung, sich rechtzeitig nach einer Nachfolge umzusehen.

Neben der Wahl Gelings unter der Leitung von Heinz Osswald, wobei Vorstandsmitglied Susi Eichin der Vorsitzenden für ihr souveränes Wirken mit einem Blumenstrauß dankte, standen einige Ämter zur Wahl an. Zuvor hatte Hanspeter Meier die Entlastung des Gesamtvorstands erwirkt. Alle Wahlen erbrachten ein einstimmiges Vertrauensvotum.

Susanne Eichin ist weiterhin Schriftführerin, während den Bereich Bergsport künftig Birgit Geugelin anstelle von Kaja Wohlschlegel leitet. Die Abteilung Wintersport führen Lara Heinfling und Kilian Helmboldt, die Alexander Gottstein und Benjamin Weiß ablösen. Eine personelle Veränderung gibt es auch beim Bereich Hotzenwaldhaus, das 25 Jahre lang Klaus Hauert mit großer Hingabe und überaus starkem Einsatz verwaltet hat. Gerhard Meier und Peter Lindermer teilen sich nun diese aufwändige Aufgabe. Der Gruppe der Mittwochswanderer steht anstelle von Karl Hinte künftig Bruno Bürgerlin vor, während Sabrina Krug weiterhin die Kindergruppe leitet. Michael Raab löst Heinz Oßwald als Kassenprüfer ab.

 

 

Trotz Pandemie mehr Mitglieder

 

Hauptversammlung  Hochtouristen Kandern bilanzieren zwei unterschiedliche Jahre /

Vielfältige Aktivitäten / Hotzenwaldhaus wichtigste Einnahmnequelle

 

Kandern (ter). Als agiler Verein mit einem vielfältigen Programmangebot und voller Tatendrang haben sich die Hochtouristen Kandern nach den pandemiebedingten starken Einschränkungen in den vergangenen Monaten bei der Hauptversammlung im Kinosaal präsentiert. Die im Amt bestätigte Vorsitzende Lissi Geling sowie die Abteilungsleiter der verschiedenen Sparten konnten zwei unterschiedliche Jahre bilanzieren: das Jahr 2019, in dem der Vereinsbetrieb auf vollen Touren lief, und das Jahr 2020, in dem wegen Corona die Aktivitäten weitgehend zum Stillstand kamen.

„Unser Jahresprogramm wurde 2020 ausgebremst“, stellte Lissi Geling mit dem Hinweis fest, dass der geschäftsführende Vorstand bei seinen regelmäßigen virtuellen Sitzungen auch damit beschäftigt gewesen sei, Informationen zu den aktuell geltenden Regeln und Vorschriften zu erhalten, was nicht immer einfach gewesen sei.

 

Vor allem war die finanzielle Lage während der Pandemie ein wichtiges Thema. „Unsere Einnahmen vom Hotzenwaldhaus, unsere wichtigste Einnahmequelle, sind auf einen Schlag weggebrochen“, betonte die Vorsitzende. Und selbst im vergangenen Sommer, als das Freizeitheim wieder benutzt werden konnte, sagten die Mieter wegen der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen und geltenden Hygienevorschriften ab und stornierten ihre Buchungen. Dank Gerhard Meier, der sich zusammen mit Lissi Geling in einem aufwändigen Antragsverfahren mit unzähligen Formularen und Telefonaten um Zuschüsse beim Bundesverband der Naturfreunde in Berlin erfolgreich bemühte, konnten die Einnahmenverluste im Jahr 2020 abgefedert werden. Und seit das Hotzenwaldhaus im Frühsommer dieses Jahres wieder geöffnet ist, schnellte die Nachfrage in die Höhe. Laut Meier ist das Haus bis zum Jahresende ausgebucht.

Erfolgreich waren die Hochtouristen trotz Pandemie bei der Gewinnung neuer Mitglieder. „Der Trend zur Unverbindlichkeit ist allgegenwärtig. Wir spürten in den vergangenen Jahren, dass zwar zahlreiche Leute die vielfältigen Aktivitäten des Vereins nutzen wollten – jedoch möglichst ohne Mitgliedschaft“, sagte Geling. Die als Konsequenz vom Vorstand beschlossene Änderung: Neulinge dürfen jetzt dreimal kostenlos schnuppern, weitere Teilnahmen sind dann nur noch mit einer Mitgliedschaft möglich. Dieses Verfahren hat bereits positive Wirkung gezeitigt, denn die Mitgliederzahl konnte von 426 im Jahr 2018 auf nunmehr 457 gesteigert werden. „Das ist sehr erfreulich, denn in Zeiten der Corona-Krise verzeichnen viele Vereine teilweise starke Mitgliederrückgänge“, betonte die Vorsitzende und fügte erfreut hinzu: „Wir hatten während der Pandemie keinen einzigen Vereinsaustritt.“

Maßgeblich Lissi Geling und ihre Stellvertreterin Regina Weber haben seit 2019 erfolgreich eine Kindergruppe aufgebaut, wobei es planerisch auch eine Zusammenarbeit mit den Naturfreunde-Ortsgruppen Lörrach und Grenzach sowie eine Unterstützung durch den Landesverband gegeben hat. Mittlerweile gibt es mit dem Skiclub Marzell eine Kooperation, und laut Susi Eichin gehen 31 Kinder zwischen fünf und elf Jahren einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung in der freien Natur nach.

Kassierer Matthias Feldheim stellte wieder detailliert die Finanzlage dar. Dabei hat die Corona-Pandemie durchgeschlagen und einen Griff in die Rücklagen unabdingbar gemacht. Die Kassenprüfer Heinz Osswald und Hansjürgen Weiß bescheinigten eine vorbildliche Führung der Kassengeschäfte.

„Vielfalt macht die Hochtouristen aus. Jeder findet für die Freizeitgestaltung an frischer Luft etwas Passendes“, stellte Birgit Geugelin, die neue Leiterin des Bereichs Bergsport, fest, als die jeweiligen Abteilungsleiter die facettenreichen Aktivitäten vorstellten. Wandern und Bergtouren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, Klettern, Wintersport, Montainbike, Umwelt, Natur- und Gruppenerlebnisse sowie einiges mehr verdeutlichten die Berichte von Alexander Gottstein (Skisport), Gerhard Meier (Mountainbike), Susanne Eichin/Sabrina Krug (Kinder/Jugend), Thomas Denne (Nordic Walking) und Bruno Bürgelin (Mittwochswanderer). Über die Ehrungen berichten wir noch.

 

 

Bildtext

 

Der neu gewählte Vorstand der Hochtouristen Kandern (v.l.): Gerhard Meier, Vorsitzende Lissi Geling, Regina Weber, Matthias Feldheim, Susi Eichin, Bruno Bürgelin, Kilian Helmboldt, Peter Lindermer, Lara Heinfling und Birgit Geugelin.          Foto: ter

 

 

Stehende Ovation für „außergewöhnliche Verdienste“

 

Ehrungen Hochtouristen würdigen Klaus Hauert / Auch Karl Hinte mit viel Anerkennung verabschiedet

 

Kandern (ter). Mit stehender Ovation haben die Mitglieder der Hochtouristen bei der Hauptversammlung Klaus Hauert, langjähriger früherer Vorsitzender, Motor und Mentor des Vereins, aus seinem Amt als äußerst engagierter Verwalter des Hotzenwaldhauses verabschiedet und sein unermüdliches Wirken gewürdigt. Vorsitzende Lissi Geling stellte nochmals ausführlich seine „außergewöhnlichen Verdienste“ heraus (wir berichteten bereits im Zusammenhang mit der Benennung der Zufahrtsstraße zum Hotzenwaldhaus nach Klaus Hauert).

„Heutzutage wird es kaum noch jemanden geben, der so viel Zeit, Energie und Kraft jahrzehntelang in einen Verein investiert“, betonte die Vereinschefin und fügte hinzu: „Du warst in all den Jahren ein sehr zuverlässiges und wesentliches Standbein des Vereins.“ Auch das starke Engagement seiner Frau Trudi für das Hotzenwaldhaus hob Geling hervor und überreichte einen Gutschein für ein Wochenende im Schwarzwald.

Jahrzehntelang um den Verein verdient gemacht hat sich auch Ehrenmitglied Karl Hinte, den Lissi Geling ebenfalls verabschiedete. Ob gemeinsam mit Hans Rotzler als einer der ersten Skilehrer der Hochtouristen, ob bei Wanderungen, Hochtouren oder beim Engagement bei der Übernahme des Hotzenwaldhauses, auf Hinte sei stets Verlass gewesen. Und stark eingesetzt hat er sich ebenso als jahrelanger Organisator der stets stark frequentierten Mittwochswanderungen. Als Dankeschön für sein Wirken in unterschiedlichen Funktionen erhielt Karl Hinte einen Liegestuhl.

 

Weitere Ehrungen

Gewürdigt hat die Vorsitzende Alexander Gottstein und Benjamin Weiß, die die Abteilung Wintersport seit vielen Jahren erfolgreich geleitet und nun wegen Wegzug die Führung an Kilian Helmboldt und Lara Heinfling übergeben haben. Gottstein und Weiß gehören zudem seit Jahren dem Landeslehrteam Ski Alpin an. Sie hätten junge Talente aus den eigenen Kursreihen motiviert, eine Ausbildung als Ski- und Snowboardlehrer zu machen und dadurch der Hochtouristen-Skischule Nachwuchs beschert.

Anerkennung und Dank zollte Lissi Geling auch Kaja Wohlschlegel, die bis 2014 zehn Jahre den Vorsitz inne hatte und zuletzt Leiterin der Abteilung Bergsport war. Dieses Amt hat nach ihrem Rückzug vor eineinhalb Jahren nun offiziell Birgit Geugelin übernommen. Wohlschlegel sei in vielen Bereichen aktiv und ideenreich gewesen.

Den Einsatz von Markus Orleth, seit mehr als 30 Jahren Skilehrer, und den seiner Frau Andrea, ebenfalls Skilehrerin, hob Lissi Geling auch hervor.

Eine Anerkennung und ein besonderes Dankeschön erhielten elf Mitglieder, die seit 25 Jahren den Hochtouristen angehören: Dorothee und Walter Ewert, Nathalie Ewert und Kevin Ewert, Jörg Wohlschlegel, Franz Tröndlin, Klaus Lepkojis, Carmen Mayer und Susi Eichin. „In der heutigen Zeit sind solch lange dauernden Mitgliedschaft etwas Besonderes“, drückte die Vorsitzende ihre Wertschätzung für die Vereinstreue aus. 

Zwischenbergental - Tour mit Kletterei

Zwischen Bergen, zwischen Ländern, zwischen oben und unten - real und mental

Die 3 Tagestour im Wallis konnte nun Mitte August bei bestem Bergwetter stattfinden. Reale

Gipfel wurden keine erklommen, denn zwischen Bergen gibt es Pässe, deren drei an der Zahl

sollten erklommen werden: Am ersten Tag der Passo d ́Andolla (2417 m), am zweiten der Sunnigpass (3109 m) und am dritten Tag der Zwischbergenpass (3268 m).

Bei den wild Entschlossenen Gaby, Oli und Claudia, handelte es sich mit Tourenführer Klaus fast schon um einen „Familienausflug“, denn die Frage „wie weit ist es denn noch?“ wurde mit regelmäßiger Stetigkeit gestellt. Daraufhin erschien meist ein Klaus ́scher

Zeigefinger, der zur entferntesten Berggruppe zeigte, gefolgt mit den Worten „siehschd

die Schneise da hinde, dort müsse ma obe übere“....mehr Text wollte man dann eigentlich gar

nicht mehr hören.

Dass Menschen erstaunliche Distanzen und Höhen tatsächlich zu Fuß bewältigen können, die zunächst als „unmöglich“ erscheinen, diese Erfahrung kannten wir vonder letztjährigen Hochtour rund um den Großvenediger. Erneut setzten wir also Fuß vor Fuß,Schritt für Schritt, man suchte sich näherliegende „Etappenziele“.

Der Körper gewöhnte sich nach dem Start bei ca. 1700m beim zunächst moderatengrasbewachsenen Zustieg aus dem abgelegenen Zwischbergental mühsam an denRucksack, die Sonne wurde zunehmend weniger von Bäumen abgeschirmt. Der letzte Anstieg zum ersten Pass, dem Passo d’Andolla (2417 m) war für manche nicht ohne, so dass Klaus all seine Motivationskünste auspacken musste. Ebenso forderte der Abstieg zum italienischen Rifugio Andolla (2061m) nochmals höchste Konzentration. Doch dann entschädigte eine heiße Dusche und leckere Pasta wie Polenta begleitet von einem Vino Rosso zumindest die Gemüter für Vieles.

Nach typisch italienischem Frühstück mit Biscotti und Super-Cappuccino konnte der dreistündige Zustieg zum Klettersteig angegangen werden (700 hm) . Das Grün verschwand langsam und es wurde geröllig grau-braun. Nach erstem Schneefeld dann direkt der Einstieg in die Via Ferrata del Lago, mit der die letzten knapp 400 hm des Tages bewältigt wurden.

Endlich Abwechslung zum ewigen Springen von Stein zu Stein. Bei schön griffigem Fels machte

die 80-minütige Kraxelei einfach Spaß. Aus dem italienischen Tal aufziehende Wolken sorgten

dafür, dass man sich nicht vom Aussicht-Genießen ablenken lies . Die letzten Meter wurden

mittels Leitern überwunden. Der Sunnigpass (3109 m) machte seinem Namen alle Ehre, weshalb

wir den müden Knochen bei einer ausgiebigen Sonnenbadpause Erholung gönnten. Der Blick

reichte nun wieder in Richtung Saas-Almagell, von der Mischabelgruppe bis zum imposanten

Dom.

Der über zweistündige Abstieg über Schneefelder und Geröll forderte nochmals unsere Aufmerksamkeit und bei praller Sonne auch Leidensfähigkeit: wenn es sich zieht und zieht bis das Ziel, die Almagellerhütte (2894 m) überhaupt sichtbar ist und es dann noch eine weitere Stunde

bis zum rettenden, weil wiederbelebenden Panache oder Cola dauert!

Nachdem gefühlt alle Matratzenlagerer außer uns um 4 Uhr aufbrachen, um den Weissmies zu erklimmen, starteten wir um 8.30 Uhr bei perfektem Bergwetter zum Zwischbergenpass, der nach ca. einer Stunde erreicht wurde. Diese Höhe (3268 m) musste nun bis zur Ankunft am Auto wieder abgebaut werden. Über einige Altschneefelder wurde so mancher der 1500 Höhenmeter locker auf dem Hosenboden oder auf den Schuhen surfend „vernichtet“, die weiteren 5h des Abstiegs waren weniger abwechslungsreich, eine kurze seilversicherte Passage, ansonsten mehr oder weniger steiles steiniges Gelände. Stoisch und meist schweigend ging’s talabwärts. Zum Glück drängte sich die Farbe grün zunehmend auf, immer mehr durchsetzt von blumigen Farbtupfern und flatternden Schmetterlingen, willkommene Abwechslung für das Auge und den Kopf.

Das letzte Teilstück des Weges war dasselbe wie zu Beginn der Tour, nur konnte sich keiner von uns erinnern, dass dieses sooo lang war. Die Sonne lötete vom Himmel, die Socken glühten. Als gegen 15.30 Uhr endlich das Auto erreicht war, mussten die heißen Füße schnell im Gebirgsbach schockgefroren werden...ein Schmerz vertrieb den Vorherigen, die Kälte erfrischte bis zum Knie und spülte die gelegentlich auftretenden individuellen Strapazen dieser drei Tage talwärts.

Tourfazit: Hart, aber herzlich!

Wie immer, wenn man mit Klaus und Gaby die Bergwelt erkundet. Ohne Humor wäre das nicht auszuhalten...gute Frage, warum man sich das eigentlich antut?

Bereits Goethe wusste: „Die Gebirge sind stumme Meister und machen schweigsame Schüler“, Gehen erdet!, meinte ein anderer und Reinhold Messner formulierte es einmal als Wunsch an alle Bergsteiger einmal sehr treffend so :

„Einen Wandertag,

an dem sich alle Wolkenspiele, alle Einzel-Geräusche,

alle Bewegungen in der Brust zur Welt schließen.

Einen Spaziergang

über die Außenwelt

in die Innenwelt.“

Naja, ein Spaziergang war es definitiv nicht, aber man hat es wieder einmal intensiv mit sich selbst aufgenommen.

Die Teilnehmer bedanken sich bei Klaus für die vorbereitender Organisation, das souveräne Führen und rücksichtsvolle Geleiten sowie den herzlichen „Familienanschluss“! Nach dieser erkenntnisreichen Trainingseinheit kommen wir gerne und gut vorbereitet in zwei Wochen wieder, um auf dem Weg zum Bishorn erneut die eigene Innenwelt zu erkunden, nicht ohne zwischendurch das Genießen der eindrucksvollen Außenwelt zu vergessen.

 

Wanderung zur Kälbele-Scheuer am 15. August

Die am 30.05. vorgesehene und wegen Corona ausgefallene Tagewanderung konnte nun stattfinden. 

Bei herrlichem Wanderwetter starteten am Sonntag 15. August 13 Hochtouristen auf dem Parkplatz Lipple und wanderten über den Meierskopf Weg vorbei an der Meierskopfhütte zur Stühlehütte. Von dort ging es weiter auf einem Teilstück des Westweges bis zum Kreuzweg. 

An der Kreuzweg Hütte kurze Pause mit herrlichem Blick auf den Belchen. Die Tour führte weiter an der Sirnitz vorbei und wir sahen dann unter uns die Almgasthütte Kälbelescheuer. Dort angekommen hatten alle Wanderer eine gemütliche Mittagspause verdient und konnten gleichzeitig die Aussicht ins Rheintal genießen.

Frisch gestärkt machte sich die Gruppe wieder auf und auf einem Waldwanderpfad, teilweise an steiler Felswand vorbei und mit Blick ins Münstertal, bis zum Haldenhof und von dort über einen etwas steileren Aufstieg wieder bis zur Kreuzweg Hütte.

Nach kurzer Verschnaufpause führte uns der Rückweg in Richtung Köhlgarten, an der Klemmbach-Quelle vorbei und auf dem Bergleweg unterhalb Köhlgarten wieder bis zur Stühlehütte und von dort bei leichter Berabwanderung Richtung Lipple.

Kurz vor Erreichen des Parkplatzes Lipple gemeinsame Einkehr im Berggasthaus „Wanderheim Stockmatt“ mit einem zünftigen Wanderabschluss bei sehr guter Bewirtung.

Alle an dieser Wanderung teilnehmende Hochtouristen und auch zwei Gäste („noch Neu-linge“) haben sich über die sehr schöne Wanderung bei herrlichem Wetter und einer guten Leistung mit ca. 20 km gefreut und waren begeistert.

Hanspeter Meier.

Rötenbach Wanderung am 22. August

Trotz nicht so toller Wetterprognosen mit Regen und relativ kühlen Temperaturen (17°) starteten 15 Unverzagte in Kandern Richtung Rötenbach- Friedenweiler. Die Fahrt über den Feldberg ließ Schlimmstes befürchten- Dauerregen, Nebel und knackige 12°!

In Rötenbach angekommen, nur kurzer Nieselregen und dann bestes Wanderwetter mit 17°C. Durch märchenhaftes moos- und farnbewachsenes Naturschutzgebiet führte ein Trampelpfad über unzählige Wurzeln und Brücken entlang des Rötenbachs hinunter bis zur Mündung in der Wutach. An diesem wunderschönen Plätzchen schmeckte das Vesper wunderbar und es fiel manchem schwer, sich für den Aufstieg von 391 Hm aufzurappeln. Doch jedem Bergab folgt ein Bergauf. Über steile Passagen mit noch steiler abfallenden Hängen erreichten wir den Aussichtspunkt Hörnle, von wo man bei schönem Wetter eine super Aussicht auf den Feldberg haben kann. Ein breiter Waldweg führte uns wieder zum Rötenbach zurück, bis uns ein Hinweisschild Richtung Ameisenpfad auf einen schmalen Trampelpfad lockte. Über die Rötenbacher Wiesen ging es wie auf Wolken an unzähligen großen und kleineren Ameisenhügel fast direkt zum Gaspedal, das Vereinsheim des e-crosscart- Clubs. Ein Clubheim der besonderen Art! Ein kühles Bier vom Fass und äußerst leckere Aperol Sprizz weckten die Lebensgeister zur Heimfahrt. Nach einem würdigen Abschluss im Gasthaus zur Schnecke in Kandern ging jeder zufrieden und wohlgelaunt nach Hause.