Berichte und Fotos

Hier findest Du in nächster Zeit  kurze Berichte mit ein paar Fotos von unseren Aktivitäten in den vergangen Wochen. Viel Spass beim "Revue passieren lassen".

Wanderung Todtnauer Bergland am 10.Oktober

Bericht zur Wanderung im Todtnauer Bergland am 10.10.2021

19 laufstarke Wanderer begaben sich am Sonntag den 10.10.21 mit dem Vereinsbus und mit PKWs auf den Weg nach Todtnauberg.

Vom Kurhaus aus starteten wir gleich mit einem kräftigen Aufstieg durch die Ortsmitte Richtung Ratschert. Vorbei an einem Kurheim und der Jugendherberge hatten wir den ersten Bergrücken bald erreicht. Durch das idyllische Holzschlagbachtal führte unser Weg vorbei an Weiden und Bächen und durch dichte Wälder, immer bergab nach Muggenbrunn. 

In Muggenbrunn gab es eine kurze Einführung der Tourenleiterin, in die Geschichte dieses alten, in den Büchern schon sehr früh erwähnten Bergdorfes, mit seinen seit jeher als wehrhaft bekannten Einwohnern. 

Weiter ging der Weg steil bergauf durch Muggenbrunn, immer in Richtung „Obere Häuser“. Das angestrebte Zwischeziel Berggasthaus Knöpflesbrunn erreichten wir durch Wälder und Felder und über Stock und Stein, nicht ohne eine längere Vesperpause auf einer Waldlichtung mit Holzhütte zu machen. 

Da die Sitzgelegenheiten nicht für alle ausreichten, wurden kurzerhand die Holzbänke aus der Schutzhütte geschleppt und in Reih und Glied in der angrenzenden Tundra aufgestellt (wir haben sie auch wieder reingeschleppt hinterher). 

Angekommen auf dem Knöpflesbrunn zeigte sich unsere Wandergruppe wiederum sehr improvisationsfähig. Es herrschte viel Andrang vor dem Berggasthaus und noch mehr Andrang vor dem „Essensausgabefenster“. Also wurde eine Abordnung bestimmt um 15 Cappuccino zu holen und Kuchen dazu. Dies wiederum brachte die Hüttenwirtin kurzfristig mal aus der Fassung, es hat dann aber gut geklappt mit der Versorgung der geduldig wartenden Hochtouristen.

Der Abstieg nach der Mittagspause erfolgte durch dichten Bergwald und über etwas langweilige Schotterwege in Richtung Aftersteg um von da die bekannten Todtnauer Wasserfälle zu erklimmen. Selbst diese „Klettertour“ über nachweisbar 383 Stufen haben alle leicht und grazil gemeistert. 

Nach 5 1/2 Stunden Gehzeit, 600 Höhenmetern und 16,8 Kilometern erreichten wir glücklich die Fahrzeuge um diesen wunderschönen Tag in Wollbach bei Pizza und einem gepflegten Kaltgetränk ausklingen zu lassen. 

Wir danken allen Teilnehmern und freuen uns auf nächstes Jahr im Todtnauer Bergland.

Manfred und Birgit Geugelin

Abschlusstour der Mittwochsbiker am Kaiserstuhl

Mit einer grossen Gruppe von 14 Teilnehmern bestritten die Mittwochs-Biker am Samstag, 2.Oktober ihre Abschlusstour um und über den Kaiserstuhl. Bei idealem Biker-Wetter startete die Gruppe in Bötzingen und kämpfte sich gleich zu Beginn durch den dichten Verkehr in diesem engen Städtchen. Sogleich ging es dann an die ersten Höhenmeter durch Weinberge und Hohlgassen hinauf zum Vogelsang Pass. Über den teilweise schmalen Knabenkrautpfad wurden die letzten Meter bis zur ersten Anhöhe geschafft. Es folgte eine schöne Abfahrt durch die Weinberge nach Altvogtsburg, entlang am Fusse des Badbergs talwärts über Feld- u. Wiesenwegen bis nach Oberbergen. Von dort aus wurde die Tour über den Radweg K2 durch zum Teil enge und heimelige Gässchen bis nach Oberrotweil fortgesetzt. Der Bienenfresserpfad führte die Biker dann durch die etwas flacheren Weinberge nach Bischofingen. Die Passhöhe nach Kiechlinsbergen wurde über den Fahrradweg K2 anvisiert. Oben angekommen lud eine wunderbare Aussicht auf Vogesen und die Rheinebene sowie den umliegenden Ortschaften zu einer ersten längeren Verschnaufpause ein. Eine kurze, knackige Abfahrt über einen Schotterweg führte die Mittwochs-Biker nach Kiechlinsbergen und weiter nach Königsschaffhausen. Mit Unterstützung der Navigation wurde die Tour nun durch die Weinberge, Wälder und Lösshalden rund um Amoltern bis zum Galgenberg oberhalb Endigens fortgesetzt. Es folgte eine knifflige Abfahrt über Schotter- und Graspisten, durch enge Hohlgassen hinab nach Endingen, wo die gemütliche Altstadt für einer längere Pause für Erfrischungen genutzt wurde.

Gestärkt setzten die Biker ihre Tour durch die Osthänge des Kaiserstuhls oberhalb Bahlingens und Eichstetten durch die schon erwähnten markanten Lös-Schluchten und Weinberge fort. Nach 42 Km und ca. 900 Höhenmetern wurde der Ausgangspunkt Bötzingen ohne Pannen und Unfälle erreicht. Nach einem obligatorischen Abschlussgetränk in der Bötzinger Innenstadt folge am Abend der gebührende Abschluss mit einem Nachtessen in der Sonne in Riedlingen. Das Fazit der Tour im Sinne der ganzen Gruppe von Beatrix: „…war eine super Tour sehr abwechslungsreich durch die schönen Gässchen und Reben ... war gestern gefühlt ein Urlaubstag ☀️🚴‍♀️

Zweitageswanderung zur Rugghubelhütte

Auf dem  Weg zum Rotgrätli gab es noch immer einzelne Schneefelder zu überqueren, was aber kein Vergleich dazu war, wie es dort Anfang Juli noch ausgesehen hat, als die Tour hätte planmäßig stattfinden sollen. Dort musste die Tour aber wegen zu viel vom letzten Winter übriggebliebenen Schnee abgesagt werden.  Es wäre dort cirka 2 Stunden über eine geschlossene Schneedecke gegangen, wovon der Hüttenwart der Rugghubelhütte abgeraten hat. 

So hat die achtköpfige Bergwanderruppe um Wanderführer Hans-Jürgen Weiß, Anfang September einen zweiten Anlauf unternommen. Zunächst ging es mit der Seilbahn „s`blaiä Bähnli“ von Oberrickenbach-Fell im Kanton Nidwalden hoch zu der  über dem Bannalpsee gelegenen Chrüzhütte (1718m). Dort startete die Tour bei bestem Bergwetter mit einem recht steilen Aufstieg über die  saftigen Wiesen der Bannalp hoch zur Schonegg (2249m). Der Gruppe eröffnete sich dort ein wunderbarer Blick auf die Oberalp im benachbarten Grosstal. Auf der Schonegg wurde auch die Grenze zum Kanton Uri überschritten. Dann ging es mit zunächst moderatem, aber dann immer steiler werdendem Anstieg weiter über teils bizarr von den Gletschern geformten Steinplatten sowie über Geröll- und Schneefelder.  Zum letzten Anstieg hinauf zum Rotgrätli (2535m) brauchte es auch kleinere Klettereinlagen, die aber Dank angebrachter Fixseilen niemandem Probleme bereiteten. Auf dem Rotgrätli  eröffnete sich dann der Blick ins Engelberger Tal und wieder wurde eine Kantonsgrenze überschritten, nämlich die nach Obwalden. Während ein Großteil der Gruppe sich dann auf den Weg runter zur SAC-Rugghubelhütte (2296m) machte, ließen es sich zwei erfahrene Teilnehmer nicht nehmen, den  naheliegenden Gipfel des Engelberger Rotstockes (2818m) zu erklimmen. 

Auf der sehr schönen Hütte angekommen genossen die Bergwanderer bei einem - oder vielleicht auch zwei - kühlen Bieren dann die herrliche Aussicht bis hinunter nach Engelberg und auf und den imposanten, ganzjährig schneebedeckten Titlis. Nur gut eine Stunde später erreichten dann auch die beiden Gipfelstürmer die Hütte. Nach einem leckeren 4-gängigem Hüttenmenü, ließen  die Bergfreunde nochmal den wunderschönen ersten Tag Revue passieren. Dann war auch bald Hüttenruhe angesagt. 

Beim Sonnenaufgang wurde die Gruppe von den Glocken der unterhalb der Hütte weidenden Kühe sanft geweckt. Nach einem ausgiebigen Hüttenfrühstück ging es dann auf schmalen Pfaden  runter zur SAC-Brunnihütte (1868m), wo eine kurze Kaffeepause eingelegt wurde. Anschließend  ging es auf dem sehr bekannten Walenpfad -  am Fuß der Walenstöcke - weiter sanft bergab zur Walenalp (1673m), wo kurz danach wieder die Kantonsgrenze nach Nidwalden überschritten wurde. Nach dem  letzten, aber wieder sehr steilen Anstieg zur Walegg (1952m) eröffnete sich der Gruppe dann ein toller Blick auf Oberrickenbach und den Bannalpsee. Beim weiteren Abstieg dorthin kehrte die Wandergruppe dann zu einem zünftigen Bergvesper auf der Alp Oberfeld (1825m) ein. Von dort war dann nur noch ein kurzer, aber zuletzt recht steiler Abstieg -  mit vielen Serpentinen - hinunter zum Bannalpsee (1587m) zu bewältigen. Schließlich ging es dann noch mit dem „rotä Bähnli“ wieder ganz runter ins Tal, zum Parkplatz unseres Vereinsbusses. 

Nach zwei anstrengenden, aber wunderschönen Tagen, fielen dem einen oder anderen Bergwanderer auf der Heimfahrt dann doch die Augen zu. Wahrscheinlich träumten Sie schon von der nächsten Bergtour…

Hans-Jürgen Weiß

Atemberaubende Hochtour zum Bishorn (4153m) im Wallis

Nach dem Training im Zwischbergental machten sich 6 mutige Menschen auf den Weg, ihren ersten 4000er zu erklimmen.

Bergführer Klaus und Georg kannten ihre Schützlinge also ganz gut - und umgekehrt!

Voller Tatendrang starteten wir nach Anreise mit Vereinsbus, Gondel- sowie Postbus-Fahrt am Samstagmittag bei bestem Wetter in Gruben im Turtmanntal (ca. 1800m) zu unserem ersten Etappenziel, der Turtmannhütte (2519m). Von dort hatte man das eigentliche Ziel, das schneebedeckte Bishorn sowie den Weg zur Traquithütte bei klarer Sicht stets vor Augen.

Morgens gegen 8 Uhr begann unsere Tour bei klarem Himmel durch das Gässi, ein schönes Fels- Couloir. Oben angekommen ging es zunächst über Marmorgestein zum unteren Rand des Bruneggletschers mit dem ersten Einsatz von Steigeisen und Pickel.

Vorbei am Gletschersee musste zunächst die Adlerflüe über den Klettersteig bezwungen werden, bevor wir uns dort in der Sonne eine Mittagspause bei grandiosem alpinen Panorama gönnten. Nach Abstieg über Schotterfelder, den ehemaligen Gletscherrändern, erforderte der steile Turtmanngletschers mit seinem Blankeis einen beherzteren Einsatz des Pickels sowie großes Vertrauen in die Haltekraft der Steigeisen. Spalten und Gletschertürmchen oberhalb flößten ordentlichen Respekt ein.

Nach kurzer aber knackiger Geröllkraxelei ging es dann über ein flacheres schneebedecktes Gletscherfeld zur Tracuithütte, die als moderner Neubau auf 3256 m Höhe thront.

Dort belohnten die riesigen Panoramafenster, mit beeindruckendem Blick auf die umgebenden Viertausender, die angehenden Gipfelstürmer mit Kaffee und Kuchen.

Nach frischer Nacht und kurzem Frühstück ging es gegen 5.30 Uhr raus in die klare Morgenluft. Routiniert wurde die Gletscherausrüstung angelegt, zwei Seilschaften gebildet und los ging’s: das Bishorn im Morgenrot voraus und der Rest der Welt abgetaucht unter einer Wolkendecke. Nun galt es, das richtige Tempo in der Seilschaft zu finden, um gemeinsam die 800 Höhenmeter bis zum Gipfel zu meistern. Gegangen wurde schweigend, denn sowohl die Höhenluft als auch der Respekt vor der Aufgabe liesen einen überwiegend mit dem eigenen Körper und manchmal auch Kopf vollstens ausgelastet sein: und Aufgeben ist nicht! Das wurde auch schnell und deutlich klar.

Die Bergwelt ringsum muss bewusst wahrgenommen werden, wenn das durchaus meditative langsame Gehen zunehmend in angestrengtes Stapfen übergeht und der Blick dabei zu Boden geht. „Ein Spaziergang über die Außenwelt zur Innenwelt“...aus dieser Innenwelt tauchte man erst kurz vor Erreichen des Gipfels quasi beim Endspurt wieder auf, als jedem klar wurde, dass man es gemeinsam schaffen wird. Der Blick hinter das Bishorn mit dem alpinen Bilderbuchpanorama und mitten drin das majestätische Weißhorn bei strahlend blauem Himmel haute einen förmlich um, man erklomm die letzten Meter ganz geplättet, die Jubelschreie auf dem Gipfel waren ein unmissverständlicher Ausdruck dafür. Das lässt keinen kalt, aber es wird einem sehr zügig kalt dort oben.

Danach ging es flott bergab, die Schritte fielen nun leichter und man war noch ganz beschwingt.

Nach nicht einmal 2 Stunden, zurück an der Tracuithütte, gab es noch eine kurze Pause bevor wir den Weg hinunter nach Zinal mit den restlichen 1700 „Tiefenmeter“ in Angriff nahmen.

Der lange, zum Teil steile Abstieg ging in die Knochen und jeder war froh als Zinal erreicht war. Um 18 Uhr kam endlich das Postauto, das uns bis nach Sierre brachte, dann noch eine kurze Zugfahrt und wir waren zurück in Turtmann. Von dort ging es mit dem Vereinsbus wieder über den Lötschbergtunnel zurück nach Kandern.

Für das Bishorn braucht man Biss, einen langen Atem und einen Bergführer wie Klaus, der ein mit Weitsicht ausgewähltes Ziel und eine ebenso überlegte Route wählte und dann das Team rücksichtsvoll wie ausdauernd und zweifellos nach oben „zenselet“. Alle 4000er-Neulinge bedanken sich bei Klaus sowie Georg für das sichere Führen sowie dem Schleppen der Seile, Haken etc.

Claudia

 

Generalversammlung am 20. August 2021

Lissi Geling kündigt ihren Rückzug an

 

Kandern (ter). Lissi Geling, seit sieben Jahren engagierte Vorsitzende der Hochtouristen Kandern und bei den Wahlen erneut einstimmig im Amt bestätigt, hat bei der Hauptversammlung aus persönlichen Gründen ihren Rückzug angekündigt. Noch zwei Jahre wolle sie das Amt weiterführen, dann werde sie die Verantwortung abgeben. Deshalb appellierte sie an die Versammlung, sich rechtzeitig nach einer Nachfolge umzusehen.

Neben der Wahl Gelings unter der Leitung von Heinz Osswald, wobei Vorstandsmitglied Susi Eichin der Vorsitzenden für ihr souveränes Wirken mit einem Blumenstrauß dankte, standen einige Ämter zur Wahl an. Zuvor hatte Hanspeter Meier die Entlastung des Gesamtvorstands erwirkt. Alle Wahlen erbrachten ein einstimmiges Vertrauensvotum.

Susanne Eichin ist weiterhin Schriftführerin, während den Bereich Bergsport künftig Birgit Geugelin anstelle von Kaja Wohlschlegel leitet. Die Abteilung Wintersport führen Lara Heinfling und Kilian Helmboldt, die Alexander Gottstein und Benjamin Weiß ablösen. Eine personelle Veränderung gibt es auch beim Bereich Hotzenwaldhaus, das 25 Jahre lang Klaus Hauert mit großer Hingabe und überaus starkem Einsatz verwaltet hat. Gerhard Meier und Peter Lindermer teilen sich nun diese aufwändige Aufgabe. Der Gruppe der Mittwochswanderer steht anstelle von Karl Hinte künftig Bruno Bürgerlin vor, während Sabrina Krug weiterhin die Kindergruppe leitet. Michael Raab löst Heinz Oßwald als Kassenprüfer ab.

 

 

Trotz Pandemie mehr Mitglieder

 

Hauptversammlung  Hochtouristen Kandern bilanzieren zwei unterschiedliche Jahre /

Vielfältige Aktivitäten / Hotzenwaldhaus wichtigste Einnahmnequelle

 

Kandern (ter). Als agiler Verein mit einem vielfältigen Programmangebot und voller Tatendrang haben sich die Hochtouristen Kandern nach den pandemiebedingten starken Einschränkungen in den vergangenen Monaten bei der Hauptversammlung im Kinosaal präsentiert. Die im Amt bestätigte Vorsitzende Lissi Geling sowie die Abteilungsleiter der verschiedenen Sparten konnten zwei unterschiedliche Jahre bilanzieren: das Jahr 2019, in dem der Vereinsbetrieb auf vollen Touren lief, und das Jahr 2020, in dem wegen Corona die Aktivitäten weitgehend zum Stillstand kamen.

„Unser Jahresprogramm wurde 2020 ausgebremst“, stellte Lissi Geling mit dem Hinweis fest, dass der geschäftsführende Vorstand bei seinen regelmäßigen virtuellen Sitzungen auch damit beschäftigt gewesen sei, Informationen zu den aktuell geltenden Regeln und Vorschriften zu erhalten, was nicht immer einfach gewesen sei.

 

Vor allem war die finanzielle Lage während der Pandemie ein wichtiges Thema. „Unsere Einnahmen vom Hotzenwaldhaus, unsere wichtigste Einnahmequelle, sind auf einen Schlag weggebrochen“, betonte die Vorsitzende. Und selbst im vergangenen Sommer, als das Freizeitheim wieder benutzt werden konnte, sagten die Mieter wegen der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen und geltenden Hygienevorschriften ab und stornierten ihre Buchungen. Dank Gerhard Meier, der sich zusammen mit Lissi Geling in einem aufwändigen Antragsverfahren mit unzähligen Formularen und Telefonaten um Zuschüsse beim Bundesverband der Naturfreunde in Berlin erfolgreich bemühte, konnten die Einnahmenverluste im Jahr 2020 abgefedert werden. Und seit das Hotzenwaldhaus im Frühsommer dieses Jahres wieder geöffnet ist, schnellte die Nachfrage in die Höhe. Laut Meier ist das Haus bis zum Jahresende ausgebucht.

Erfolgreich waren die Hochtouristen trotz Pandemie bei der Gewinnung neuer Mitglieder. „Der Trend zur Unverbindlichkeit ist allgegenwärtig. Wir spürten in den vergangenen Jahren, dass zwar zahlreiche Leute die vielfältigen Aktivitäten des Vereins nutzen wollten – jedoch möglichst ohne Mitgliedschaft“, sagte Geling. Die als Konsequenz vom Vorstand beschlossene Änderung: Neulinge dürfen jetzt dreimal kostenlos schnuppern, weitere Teilnahmen sind dann nur noch mit einer Mitgliedschaft möglich. Dieses Verfahren hat bereits positive Wirkung gezeitigt, denn die Mitgliederzahl konnte von 426 im Jahr 2018 auf nunmehr 457 gesteigert werden. „Das ist sehr erfreulich, denn in Zeiten der Corona-Krise verzeichnen viele Vereine teilweise starke Mitgliederrückgänge“, betonte die Vorsitzende und fügte erfreut hinzu: „Wir hatten während der Pandemie keinen einzigen Vereinsaustritt.“

Maßgeblich Lissi Geling und ihre Stellvertreterin Regina Weber haben seit 2019 erfolgreich eine Kindergruppe aufgebaut, wobei es planerisch auch eine Zusammenarbeit mit den Naturfreunde-Ortsgruppen Lörrach und Grenzach sowie eine Unterstützung durch den Landesverband gegeben hat. Mittlerweile gibt es mit dem Skiclub Marzell eine Kooperation, und laut Susi Eichin gehen 31 Kinder zwischen fünf und elf Jahren einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung in der freien Natur nach.

Kassierer Matthias Feldheim stellte wieder detailliert die Finanzlage dar. Dabei hat die Corona-Pandemie durchgeschlagen und einen Griff in die Rücklagen unabdingbar gemacht. Die Kassenprüfer Heinz Osswald und Hansjürgen Weiß bescheinigten eine vorbildliche Führung der Kassengeschäfte.

„Vielfalt macht die Hochtouristen aus. Jeder findet für die Freizeitgestaltung an frischer Luft etwas Passendes“, stellte Birgit Geugelin, die neue Leiterin des Bereichs Bergsport, fest, als die jeweiligen Abteilungsleiter die facettenreichen Aktivitäten vorstellten. Wandern und Bergtouren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, Klettern, Wintersport, Montainbike, Umwelt, Natur- und Gruppenerlebnisse sowie einiges mehr verdeutlichten die Berichte von Alexander Gottstein (Skisport), Gerhard Meier (Mountainbike), Susanne Eichin/Sabrina Krug (Kinder/Jugend), Thomas Denne (Nordic Walking) und Bruno Bürgelin (Mittwochswanderer). Über die Ehrungen berichten wir noch.

 

 

Bildtext

 

Der neu gewählte Vorstand der Hochtouristen Kandern (v.l.): Gerhard Meier, Vorsitzende Lissi Geling, Regina Weber, Matthias Feldheim, Susi Eichin, Bruno Bürgelin, Kilian Helmboldt, Peter Lindermer, Lara Heinfling und Birgit Geugelin.          Foto: ter

 

 

Stehende Ovation für „außergewöhnliche Verdienste“

 

Ehrungen Hochtouristen würdigen Klaus Hauert / Auch Karl Hinte mit viel Anerkennung verabschiedet

 

Kandern (ter). Mit stehender Ovation haben die Mitglieder der Hochtouristen bei der Hauptversammlung Klaus Hauert, langjähriger früherer Vorsitzender, Motor und Mentor des Vereins, aus seinem Amt als äußerst engagierter Verwalter des Hotzenwaldhauses verabschiedet und sein unermüdliches Wirken gewürdigt. Vorsitzende Lissi Geling stellte nochmals ausführlich seine „außergewöhnlichen Verdienste“ heraus (wir berichteten bereits im Zusammenhang mit der Benennung der Zufahrtsstraße zum Hotzenwaldhaus nach Klaus Hauert).

„Heutzutage wird es kaum noch jemanden geben, der so viel Zeit, Energie und Kraft jahrzehntelang in einen Verein investiert“, betonte die Vereinschefin und fügte hinzu: „Du warst in all den Jahren ein sehr zuverlässiges und wesentliches Standbein des Vereins.“ Auch das starke Engagement seiner Frau Trudi für das Hotzenwaldhaus hob Geling hervor und überreichte einen Gutschein für ein Wochenende im Schwarzwald.

Jahrzehntelang um den Verein verdient gemacht hat sich auch Ehrenmitglied Karl Hinte, den Lissi Geling ebenfalls verabschiedete. Ob gemeinsam mit Hans Rotzler als einer der ersten Skilehrer der Hochtouristen, ob bei Wanderungen, Hochtouren oder beim Engagement bei der Übernahme des Hotzenwaldhauses, auf Hinte sei stets Verlass gewesen. Und stark eingesetzt hat er sich ebenso als jahrelanger Organisator der stets stark frequentierten Mittwochswanderungen. Als Dankeschön für sein Wirken in unterschiedlichen Funktionen erhielt Karl Hinte einen Liegestuhl.

 

Weitere Ehrungen

Gewürdigt hat die Vorsitzende Alexander Gottstein und Benjamin Weiß, die die Abteilung Wintersport seit vielen Jahren erfolgreich geleitet und nun wegen Wegzug die Führung an Kilian Helmboldt und Lara Heinfling übergeben haben. Gottstein und Weiß gehören zudem seit Jahren dem Landeslehrteam Ski Alpin an. Sie hätten junge Talente aus den eigenen Kursreihen motiviert, eine Ausbildung als Ski- und Snowboardlehrer zu machen und dadurch der Hochtouristen-Skischule Nachwuchs beschert.

Anerkennung und Dank zollte Lissi Geling auch Kaja Wohlschlegel, die bis 2014 zehn Jahre den Vorsitz inne hatte und zuletzt Leiterin der Abteilung Bergsport war. Dieses Amt hat nach ihrem Rückzug vor eineinhalb Jahren nun offiziell Birgit Geugelin übernommen. Wohlschlegel sei in vielen Bereichen aktiv und ideenreich gewesen.

Den Einsatz von Markus Orleth, seit mehr als 30 Jahren Skilehrer, und den seiner Frau Andrea, ebenfalls Skilehrerin, hob Lissi Geling auch hervor.

Eine Anerkennung und ein besonderes Dankeschön erhielten elf Mitglieder, die seit 25 Jahren den Hochtouristen angehören: Dorothee und Walter Ewert, Nathalie Ewert und Kevin Ewert, Jörg Wohlschlegel, Franz Tröndlin, Klaus Lepkojis, Carmen Mayer und Susi Eichin. „In der heutigen Zeit sind solch lange dauernden Mitgliedschaft etwas Besonderes“, drückte die Vorsitzende ihre Wertschätzung für die Vereinstreue aus. 

Zwischenbergental - Tour mit Kletterei

Zwischen Bergen, zwischen Ländern, zwischen oben und unten - real und mental

Die 3 Tagestour im Wallis konnte nun Mitte August bei bestem Bergwetter stattfinden. Reale

Gipfel wurden keine erklommen, denn zwischen Bergen gibt es Pässe, deren drei an der Zahl

sollten erklommen werden: Am ersten Tag der Passo d ́Andolla (2417 m), am zweiten der Sunnigpass (3109 m) und am dritten Tag der Zwischbergenpass (3268 m).

Bei den wild Entschlossenen Gaby, Oli und Claudia, handelte es sich mit Tourenführer Klaus fast schon um einen „Familienausflug“, denn die Frage „wie weit ist es denn noch?“ wurde mit regelmäßiger Stetigkeit gestellt. Daraufhin erschien meist ein Klaus ́scher

Zeigefinger, der zur entferntesten Berggruppe zeigte, gefolgt mit den Worten „siehschd

die Schneise da hinde, dort müsse ma obe übere“....mehr Text wollte man dann eigentlich gar

nicht mehr hören.

Dass Menschen erstaunliche Distanzen und Höhen tatsächlich zu Fuß bewältigen können, die zunächst als „unmöglich“ erscheinen, diese Erfahrung kannten wir vonder letztjährigen Hochtour rund um den Großvenediger. Erneut setzten wir also Fuß vor Fuß,Schritt für Schritt, man suchte sich näherliegende „Etappenziele“.

Der Körper gewöhnte sich nach dem Start bei ca. 1700m beim zunächst moderatengrasbewachsenen Zustieg aus dem abgelegenen Zwischbergental mühsam an denRucksack, die Sonne wurde zunehmend weniger von Bäumen abgeschirmt. Der letzte Anstieg zum ersten Pass, dem Passo d’Andolla (2417 m) war für manche nicht ohne, so dass Klaus all seine Motivationskünste auspacken musste. Ebenso forderte der Abstieg zum italienischen Rifugio Andolla (2061m) nochmals höchste Konzentration. Doch dann entschädigte eine heiße Dusche und leckere Pasta wie Polenta begleitet von einem Vino Rosso zumindest die Gemüter für Vieles.

Nach typisch italienischem Frühstück mit Biscotti und Super-Cappuccino konnte der dreistündige Zustieg zum Klettersteig angegangen werden (700 hm) . Das Grün verschwand langsam und es wurde geröllig grau-braun. Nach erstem Schneefeld dann direkt der Einstieg in die Via Ferrata del Lago, mit der die letzten knapp 400 hm des Tages bewältigt wurden.

Endlich Abwechslung zum ewigen Springen von Stein zu Stein. Bei schön griffigem Fels machte

die 80-minütige Kraxelei einfach Spaß. Aus dem italienischen Tal aufziehende Wolken sorgten

dafür, dass man sich nicht vom Aussicht-Genießen ablenken lies . Die letzten Meter wurden

mittels Leitern überwunden. Der Sunnigpass (3109 m) machte seinem Namen alle Ehre, weshalb

wir den müden Knochen bei einer ausgiebigen Sonnenbadpause Erholung gönnten. Der Blick

reichte nun wieder in Richtung Saas-Almagell, von der Mischabelgruppe bis zum imposanten

Dom.

Der über zweistündige Abstieg über Schneefelder und Geröll forderte nochmals unsere Aufmerksamkeit und bei praller Sonne auch Leidensfähigkeit: wenn es sich zieht und zieht bis das Ziel, die Almagellerhütte (2894 m) überhaupt sichtbar ist und es dann noch eine weitere Stunde

bis zum rettenden, weil wiederbelebenden Panache oder Cola dauert!

Nachdem gefühlt alle Matratzenlagerer außer uns um 4 Uhr aufbrachen, um den Weissmies zu erklimmen, starteten wir um 8.30 Uhr bei perfektem Bergwetter zum Zwischbergenpass, der nach ca. einer Stunde erreicht wurde. Diese Höhe (3268 m) musste nun bis zur Ankunft am Auto wieder abgebaut werden. Über einige Altschneefelder wurde so mancher der 1500 Höhenmeter locker auf dem Hosenboden oder auf den Schuhen surfend „vernichtet“, die weiteren 5h des Abstiegs waren weniger abwechslungsreich, eine kurze seilversicherte Passage, ansonsten mehr oder weniger steiles steiniges Gelände. Stoisch und meist schweigend ging’s talabwärts. Zum Glück drängte sich die Farbe grün zunehmend auf, immer mehr durchsetzt von blumigen Farbtupfern und flatternden Schmetterlingen, willkommene Abwechslung für das Auge und den Kopf.

Das letzte Teilstück des Weges war dasselbe wie zu Beginn der Tour, nur konnte sich keiner von uns erinnern, dass dieses sooo lang war. Die Sonne lötete vom Himmel, die Socken glühten. Als gegen 15.30 Uhr endlich das Auto erreicht war, mussten die heißen Füße schnell im Gebirgsbach schockgefroren werden...ein Schmerz vertrieb den Vorherigen, die Kälte erfrischte bis zum Knie und spülte die gelegentlich auftretenden individuellen Strapazen dieser drei Tage talwärts.

Tourfazit: Hart, aber herzlich!

Wie immer, wenn man mit Klaus und Gaby die Bergwelt erkundet. Ohne Humor wäre das nicht auszuhalten...gute Frage, warum man sich das eigentlich antut?

Bereits Goethe wusste: „Die Gebirge sind stumme Meister und machen schweigsame Schüler“, Gehen erdet!, meinte ein anderer und Reinhold Messner formulierte es einmal als Wunsch an alle Bergsteiger einmal sehr treffend so :

„Einen Wandertag,

an dem sich alle Wolkenspiele, alle Einzel-Geräusche,

alle Bewegungen in der Brust zur Welt schließen.

Einen Spaziergang

über die Außenwelt

in die Innenwelt.“

Naja, ein Spaziergang war es definitiv nicht, aber man hat es wieder einmal intensiv mit sich selbst aufgenommen.

Die Teilnehmer bedanken sich bei Klaus für die vorbereitender Organisation, das souveräne Führen und rücksichtsvolle Geleiten sowie den herzlichen „Familienanschluss“! Nach dieser erkenntnisreichen Trainingseinheit kommen wir gerne und gut vorbereitet in zwei Wochen wieder, um auf dem Weg zum Bishorn erneut die eigene Innenwelt zu erkunden, nicht ohne zwischendurch das Genießen der eindrucksvollen Außenwelt zu vergessen.

 

Wanderung zur Kälbele-Scheuer am 15. August

Die am 30.05. vorgesehene und wegen Corona ausgefallene Tagewanderung konnte nun stattfinden. 

Bei herrlichem Wanderwetter starteten am Sonntag 15. August 13 Hochtouristen auf dem Parkplatz Lipple und wanderten über den Meierskopf Weg vorbei an der Meierskopfhütte zur Stühlehütte. Von dort ging es weiter auf einem Teilstück des Westweges bis zum Kreuzweg. 

An der Kreuzweg Hütte kurze Pause mit herrlichem Blick auf den Belchen. Die Tour führte weiter an der Sirnitz vorbei und wir sahen dann unter uns die Almgasthütte Kälbelescheuer. Dort angekommen hatten alle Wanderer eine gemütliche Mittagspause verdient und konnten gleichzeitig die Aussicht ins Rheintal genießen.

Frisch gestärkt machte sich die Gruppe wieder auf und auf einem Waldwanderpfad, teilweise an steiler Felswand vorbei und mit Blick ins Münstertal, bis zum Haldenhof und von dort über einen etwas steileren Aufstieg wieder bis zur Kreuzweg Hütte.

Nach kurzer Verschnaufpause führte uns der Rückweg in Richtung Köhlgarten, an der Klemmbach-Quelle vorbei und auf dem Bergleweg unterhalb Köhlgarten wieder bis zur Stühlehütte und von dort bei leichter Berabwanderung Richtung Lipple.

Kurz vor Erreichen des Parkplatzes Lipple gemeinsame Einkehr im Berggasthaus „Wanderheim Stockmatt“ mit einem zünftigen Wanderabschluss bei sehr guter Bewirtung.

Alle an dieser Wanderung teilnehmende Hochtouristen und auch zwei Gäste („noch Neu-linge“) haben sich über die sehr schöne Wanderung bei herrlichem Wetter und einer guten Leistung mit ca. 20 km gefreut und waren begeistert.

Hanspeter Meier.

Rötenbach Wanderung am 22. August

Trotz nicht so toller Wetterprognosen mit Regen und relativ kühlen Temperaturen (17°) starteten 15 Unverzagte in Kandern Richtung Rötenbach- Friedenweiler. Die Fahrt über den Feldberg ließ Schlimmstes befürchten- Dauerregen, Nebel und knackige 12°!

In Rötenbach angekommen, nur kurzer Nieselregen und dann bestes Wanderwetter mit 17°C. Durch märchenhaftes moos- und farnbewachsenes Naturschutzgebiet führte ein Trampelpfad über unzählige Wurzeln und Brücken entlang des Rötenbachs hinunter bis zur Mündung in der Wutach. An diesem wunderschönen Plätzchen schmeckte das Vesper wunderbar und es fiel manchem schwer, sich für den Aufstieg von 391 Hm aufzurappeln. Doch jedem Bergab folgt ein Bergauf. Über steile Passagen mit noch steiler abfallenden Hängen erreichten wir den Aussichtspunkt Hörnle, von wo man bei schönem Wetter eine super Aussicht auf den Feldberg haben kann. Ein breiter Waldweg führte uns wieder zum Rötenbach zurück, bis uns ein Hinweisschild Richtung Ameisenpfad auf einen schmalen Trampelpfad lockte. Über die Rötenbacher Wiesen ging es wie auf Wolken an unzähligen großen und kleineren Ameisenhügel fast direkt zum Gaspedal, das Vereinsheim des e-crosscart- Clubs. Ein Clubheim der besonderen Art! Ein kühles Bier vom Fass und äußerst leckere Aperol Sprizz weckten die Lebensgeister zur Heimfahrt. Nach einem würdigen Abschluss im Gasthaus zur Schnecke in Kandern ging jeder zufrieden und wohlgelaunt nach Hause.

Ehrung für Klaus Hauert

Kandern (ter). Eine besondere und überraschende Ehrung für einen Mann, der sich jahrzehntelang für die Hochtouristen Kandern enorm eingesetzt und den Verein geprägt hat wie kein zweiter: Klaus Hauert, Gründungsmitglied der Hochtouristen, 28 Jahre Vorsitzender, Motor und Mentor sowie 1995 Initiator und Kämpfer für die Übernahme des Freizeitheims Hotzenwaldhaus. Für sein herausragendes Vereinsengagement in fast 60 Jahren ist jetzt die Zufahrtsstraße zum Hotzenwaldhaus nach ihm benannt worden.

„Klaus-Hauert-Weg“ heißt von nun an die Straße, die von der Kreisstraße bei Strick, einem Ortsteil von Rickenbach, zum Freizeitheim abzweigt. Bei der Enthüllung des Namensschilds, an der neben dem Vorstand der Hochtouristen und der Familie Hauert auch zahlreiche Weggefährten und treue Mitstreiter beim Ausbau des Hotzenwaldhauses teilnahmen, würdigte Vorsitzende Lissi Geling die Verdienste des Mannes der ersten Stunde. Neben seiner jahrzehntelangen Tätigkeit an der Spitze des Vereins war er mehr als 25 Jahre auch unermüdlicher Hauswart. Jetzt hat er dieses Amt abgegeben.

„Wir wollten zum Abschied Klaus Hauert etwas Besonderes und etwas Bleibendes schenken“, sagte die Vorsitzende. Es sei gar nicht einfach gewesen, diesen Straßennamen genehmigt zu bekommen. In Rickenbachs Bürgermeister Dietmar Zäpernick gab es jedoch sofort einen Fürsprecher dieser Idee, und schließlich billigte der Gemeinderat mit einem Beschluss die Namensnennung zur Erinnerung an Hauerts vorbildliches Wirken.

Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass das damals im Dornröschenschlaf liegende Freizeitheim des Landesverbandes der Naturfreunde von den Hochtouristen Kandern zu neuem Leben erweckt und zu einer gefragten Adresse wurde. Für Freizeiten, Familienfeiern, Firmenseminare und Klassentreffen wird das 950 Meter hoch auf einer Sonnenterrasse gelegene Haus mit seinen 38 Betten genutzt.

Mit „unglaublicher Energie, Ausdauer und Zuverlässigkeit“ habe Klaus Hauert als treibende Kraft und kreativer Macher mit zahlreichen Mitstreitern die Sanierung des Hotzenwaldhauses vorangetrieben und das Haus zu einem schmucken Freizeitheim gemacht. Lissi Geling würdigte in ihrer Laudatio auch Trudi Hauert für die stets „tolle Unterstützung“ ihres Mannes. Zudem habe sie sich ebenfalls stark eingebracht. Künftig teilen sich Gerhard Meier und Peter Lindemer die Aufgabe des Hauswarts.

„Hotzenwaldhaus ist sein Kind“

Nach der Enthüllung des Straßenschilds und einem Glas Winzersekt ging es ins Hotzenwaldhaus. Welch hohe Wertschätzung Klaus Hauert genießt, machten neben Lissi Geling beim anschließenden gemütlichen Hock auch Heinz Oßwald und Hanspeter Meier deutlich. Sie erinnerten in ihrem kurzweiligen Rückblick daran, wie die Hochtouristen 1995 zu dem Freizeitheim kamen und wie angeregt zuvor die Diskussionen waren, ob der Verein diese Investition stemmen könne, ohne seine Existenz aufs Spiel zu setzen. Doch dank der Überzeugungskraft von Klaus Hauert und dessen Motivationsgabe sei das ambitionierte Projekt angegangen worden und wurde zu einer Erfolgsgeschichte. 250.000 Euro investierte der Verein, hinzu kamen mehr als 20.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Dabei stand Hauert mit seinem großen Netzwerk immer an erster Stelle. Er habe Maßstäbe gesetzt. „Das Haus, mit dem sich für ihn ein Traum erfüllte, trägt seine Handschrift, es ist sein Kind“, sagte Oßwald, während Meier mit Zahlen das Engagement unterstrich: „In den 25 Jahren als Hauswart ist er 2500-mal von Kandern in den Hotzenwald gefahren und hat dabei rund 200.000 Kilometer zurückgelegt.“

Klaus Hauert, sichtlich bewegt und erfreut über die nicht alltägliche Ehrung, sagte in seinen Dankesworten: „Allein hätte ich das alles nicht erreichen können. Ich konnte das nur dank der starken Unterstützung durch meine Frau und durch zahlreiche Mitstreiter im Verein leisten.“

Pfunderer Höhenweg 18.-24.Juli

Einsam. Alpin. Atemberaubend. Der Pfunderer Höhenweg, das Ziel der Kanderner Hochtouristen vom 18.-24.07.21

Auf einsamen Wanderwegen von Hütte zu Hütte, hoch oben, durch wilde Natur vor atemberaubendem Panorama, bewegten sich mit Wolfram Burkhardt, Gertrud und Manfred Fräulin, Katrin Flury, Koni Gillner, Oli Kugel, Elsa Martin, Heinz Oßwald, Silvia Spohn, Andi Weber und  Hans-Jürgen Weiß 11 Hochtouristen bei dieser Tourenwoche auf dem Pfunderer Höhenweg in den Zillertaler Alpen in Südtirol.

Der Pfunderer Höhenweg führt in fünf  Etappen von Sterzing im Eisacktal über die spannendsten Scharten und durch die ursprünglichsten Täler der Pfunderer Berge bis nach Bruneck. Hier erlebt man die Alpen heute immer noch einsam und ursprünglich.

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition, waren die Voraussetzung zur Teilnahme an dieser Tour. Der Pfunderer Höhenweg führt auf schmalen Pfaden über steile Wiesenhänge, hinauf zu felsigen Scharten und durch eindrucksvolle Blockhalden.  

Aber der Reihe nach, die erste Nacht verbrachten die Teilnehmer, nach der langen Anreise, in einem Hotel in Wiesen, einem Teilort der mittelalterlichen Fuggerstadt Sterzing,  um von dort am nächsten Tag, nach ca. 6 Stunden und           ca.1 300 HM zum ersten Etappenziel der Simile-Mahd-Alm (2.011 m) zu kommen. Der erste Fitnesstest hoch über dem Eisacktal war geschafft.

Am zweiten Tag ging es in ca. 5 Stunden über karge Grasflächen zunächst zum Sengesjoch (2.620 m),vorbei am idyllisch gelegenen Wilden See, und dann zum Rauhtaljoch (2.800 m) von wo dann der Weg, teilweise über Altschneefelder ,zur Brixner Hütte (2 300 m) führt. Zusammen mit unserem Wanderführer, Michael Epp, sind dann Andi Weber und Manfred Fräulin noch zur Wurmaulspitze (3 022 m) aufgestiegen und konnten von dort ein herrliches Panorama genießen.

Am 3. Tag musste infolge eines Erdrutsches umgeplant werden. Über die Weitenbergalm erfolgte zunächst der Abstieg nach Dun (1 468 m) und dann auf diesem Umweg der Aufstieg zur Edeltraudhütte (2.545 m) was zur Folge hatte, dass es zunächst ca. 800 m nach unten und danach wieder gut 1 000 m nach oben ging, was aber von der Gruppe gut bewältigt wurde. Die Belohnung war eine moderne Hütte mit exzellenter Verpflegung.

Der 4. Tag führte von der Edeltraudhütte zur Tiefrastenhütte ( 2 300 m) , über urwüchsige, teilweise sehr schmale, steile und auch steinige Pfade. Auf der Gampesalm (2.219 m) konnte sich die Gruppe vor dem strengen Anstieg zur Hochsägecharte ( 2.642 m) bei einem urigen Älpler nochmal stärken. Auf diesem Übergang wurde es auch kurze Zeit durch ein Gewitter kritisch. Es ist aber alles gut gegangen und die Gruppe erreichte die Tiefrastenhütte müde, aber wohlauf.

Der letzte Tag, sollte die absolute Krönung dieser Tourenwoche werden. Von der Tiefrastenhütte ging es auf den von Westen nach Osten verlaufenden Bergkamm oberhalb des Pustertales durch das „Kleine Tor“ über insgesamt sieben Bergspitzen im munteren Auf und Ab, teilweise mit anstrengenden Kletterpassagen bis zur letzten Spitze dem Sambock (2.396 m). Hier gibt es einen sehr schön gestalteten Metallkreis mit Erläuterungen zu diesem atemberaubenden Panorama: Hinter uns die Zillertaler Alpen und vor uns die Dolomitenkette, eine unbeschreibliches Szenario. In diesem Metallkreis ist folgender Spruch eingeprägt: 

Große stille Lehrmeister sind die Berge, wer sie verstehen lernt, findet dort oben nie gekannte Erfüllung. Wer ihre Sprache nicht spricht, für den bleiben sie immer und ewig aus Stein.     

Dieser Moment war eine ziemlich emotionale Situation für alle, wir hatten es geschafft. Die Bilanz dieser 5 Tage: 72,5 km, Aufstieg: 4.710 HM, Abstieg : 4.830 HM. 

Jetzt erfolgte der Abstieg nach St. Georgen/Brunneck (ca. 1 600 m)., nach insgesamt 20 KM und 10 Std. am letzten Tag. 

Im Hotel in St. Georgen, wo wir vor der Heimreise nochmal übernachteten, galt es zunächst unseren Führern, Michael Epp und Lukas Varesco ganz herzlich zu danken .Michael Epp hatte uns aus  familiären Gründen am Mittwoch an Lukas Varesco, seinen Freund,übergeben. Beide haben sich durch ihre Führungskompetenz, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Hilfestellungen ausgezeichnet und uns zu dieser enormen Leistung motiviert und verholfen.  

28.07.21/ Katrin Flury und Heinz Oßwald  

PS: In seiner ersten Ansprache an die Gruppe zu Beginn, hat uns Wanderführer Michael eine herausfordernde, anstrengende Woche prophezeit. Aber auch einsame , wenig begangene Pfade, traumschöne menschenleere Täler und Höhen und außergewöhnliche häufige Rundblicke auf den Alpenhauptkamm einerseits und die Dolomiten als Kontrast quasi gegenüber . 

Michael hatte in allem Recht. Die zum Teil heftigen körperlichen Anstrengungen wurden jeweils durch die famosen Eindrücke augenblicklich kompensiert und vergessen. Die Gruppe war sich einig, eine der schönsten Tourenwochen überhaupt  erlebt zu haben.

Wanderung im Schweizer Jura am 3. Juli

Obwohl der Bärlauch schon fast verwelkt war, lag immer noch ein Knoblauchduft in der Luft, als die Kanderner Hochtouristen am vergangenen Samstag durch das wildromatische Chaltbrunnetal wanderten. Eigentlich hatte die Gruppe um Wanderführer Hans-Jürgen Weiß eine Bergtour mit Übernachtung in der Rugghubelhütte (SAC Engelberg) geplant. Diese musste aber leider verschoben werden, weil beim  Zugang zur Hütte von der Nordseite immer noch eine geschlossene Schneedecke liegt. So wurde kurzerhand umgeplant und die im Mai coronabedingt ausgefallene Tour durch die Schlucht des Ibach und über den Lingenberg  nachgeholt. Trotz der sehr kurzen Ankündigung,  haben sich dann erfreulicherweise noch 5 „Neulinge“ der Gruppe angeschlossen, so dass die stattliche Zahl von 17 Wanderern zusammenkam. Gestartet wurde im baselbietschen Grellingen, wo es zunächst entlang der Birs zum Chessiloch ging, einer Felswand mit aufgemalten Wappen.  Das imposante Gemälde haben Soldaten im Ersten Weltkrieg hinterlassen, als sie während des Aktivdienstes die strategisch wichtigen Eisenbahnbrücken über die Birs bewachen mussten. Ein Soldat hatte damals mit dem Aufmalen seines Einheitswappens begonnen, andere machten es ihm nach, sodass der Felsen heute ein einzigartiges militärhistorisches Denkmal ist. Von dort ging es in die teils enge und immer kühle Schlucht, wo auch ein Karstlehrpfad ausgeschildert  ist. Am Weg machte eine Tafel auf archäologische Funde – von mehr als 10000 Steinwerkzeugen und Tierknochen – aufmerksam, die 15000 Jahre alt sind und hier gefunden  wurden. Die Gruppe erkundigte  uterwegs auch eine der vielen Höhlen. Nach mehrmaliger Querung des Ibach, der sich auf seinem Weg durch das Chaltbrunnetal dahinschlängelt, erreichte die Gruppe nach ca. 2 Stunden Meltingen, die wegen ihres Mineralwassers bekannten Gemeinde. Von dort ging es zunächst steil nach oben und dann fast eben auf dem sehr interessanten und abwechslungsreichen Gratweg über den Matten- und den Lingenberg, welcher bis ins solothurnische Büsserach führt. Unterwegs boten sich herrliche Aussichten ins Baselbiet und auf die „Skyline“ von Basel. Der zunehmend wilde, manchmal auch leicht ausgesetzte Pfad erfährt bei der restaurierten Burg Neu-Thierstein einen eher unerwarteten Abschluss, weil man die eigenwillige Burg von oben her erreicht (was den Rittern wohl kaum gefallen hätte…). Die Trutzburg gilt als eines der Wahrzeichen des solothurnischen Schwarzbubenlandes. Unmittelbar nach der Ankunft in Büsserach, dem nach insgesamt ca. 4,5 Stunden Wanderzeit erreichten Zielort, gerade als die Gruppe zu Kaffee, Eis oder auch einem kühlen Blonden in einem Gasthaus einkehrte, öffnete der Himmel seine Pforten und es goss kurz in Strömen. Erfreulicherweise wurde aber niemand nass. Nach der Heimfahrt kehrte ein Großteil der Gruppe noch in der Pizzeria Isola Bella in Tannenkirch ein und lies dort den wunderschönen und erlebnisreichen Wandertag ausklingen.  

 

Wandern im Schwarzseegebiet am 26.u.27. Juni

Wandern im Schwarzseegebiet...

...war bei den Hochtouristen am Wochenende 26./27.06.21 angesagt.

Eine Gruppe mit 15 Bergwanderern nutzte die Chance, coronabedingt,

nach über einem Jahr wieder mal ein Wochenende in den Bergen zu verbringen.

Das Ziel war die Voralpernregion um den idyllischen Schwarzsee (1045 m) im Kanton Fribourg. Am ersten Tag galt es den Hausberg Kaiseregg (2.200m) ab der Rigisalp 

(1.500 m) zu bezwingen am zweiten Tag war die Urlandschaft Breccaschlund auf dem Plan.

Die Route zum Kaiseregg war ein erster Konditionstest nach der langen Coronapause, 

den alle Teilnehmer sehr gut bestanden haben. Einzig, der grandiose Tiefblick und die Alpensicht wurden immer wieder von Wolken und Nebel unterbrochen.

Über die Salzmatt (1637 m) ging es dann über Viehweiden und vorbei an Alplkäsereien zurück zum Schwarzsee. Bilanz des Tages ca. 1.000 m hoch und ca. 1.300 m runter.    

Die Übernachtung erfolgt auf der Alp Großer Schwyberg (1.600 m), rustikal in einer Gruppenunterkunft bei bestem Service, 360 Grad Rundumblick inclusive.

Die ca. 4 stündige Rundwanderung (ca. 600 m hoch und ca. 1.000m runter), am

zweiten Tag ,durch die von Gletschern geformte Urlandschaft Breccaschlund begeisterte die Teilnehmer vor allem durch die naturbelassene Urwüchsigkeit und Blumenpracht z.B. Orchideen in Hülle und Fülle.

Zum Abschluß gab es ein erholsames Fußbad im Schwarzsee und ein Stück gefüllten

Zopf aus heimischen Gefilden von Lissi ,unserer Vorsitzenden, gestiftet.

Fazit der Teilnehmer: Ein gelungenes Bergwochenende zum Auftakt in den Bergsommer 2021.

01.07.21/Heinz Oßwald

Hochtouristen starteten in die Saison:  Belchensteig am 13. Juni

Juhu, endlich durfte eine Gruppe von 10 Hochtouristen nach langer, durch Corona bedingter Pause, wieder durchstarten!

Bei bestem Wanderwetter wurde der Belchensteig in Angriff genommen.

Vom Start am Wiedener Eck ging es über Wiesenpfade und schöne Waldstücke der  Belchen Seilbahn entgegen. Als echte Hochtouristen ließen wir diese natürlich links liegen und meisterten die 300 HM zu Fuß.

Oben angekommen, begleitet von herrlichen Ausblicken, ging es über den Belchengipfel wieder talabwärts. Jetzt durften wir die Aussicht Richtung Münstertal/Staufen und Rheinebene genießen.

Nach ca. 15 KM und etwa 620 HM erreichten wir wieder unseren  Ausgangspunkt am Wiedener Eck.

Silvia Spohn

Arbeitseinsatz im Hotzenwaldhaus im April

Arbeitseinsatz im Hotzenwald

Unseren Arbeitseinsatz im und am Hotzenwaldhaus Ende April haben wir corona-bedingt nur in kleinem Personenkreis durchgeführt und uns dabei von einer Fachfrau gleich zeigen lassen, wie man die Selbsttests richtig durchführt. Auch auf's Übernachten haben wir dieses Jahr verzichtet.

Wir waren hauptsächlich im Außenbereich aktiv, die Sonne hat für uns gelacht und konnten einiges schaffen. Spaß und Verpflegung kamen auch nicht zu kurz. Leider nicht auf den Fotos zu sehen sind Gerhard, Pit und Roland. Die turnten im Gelände und teilweise auf dem Dach herum, wohin sich die Fotografin wohl nicht traute ;-).

Herzlichen Dank allen, die mitgeholfen haben!

Hotzenwald-Marathon am 24. Oktober

Hotzenwaldmarathon – der Zweite 

Nach dem Erfolg in 2019 war klar, dass diese Tour 2020 wiederholt werden muss.

Im neuen Programm war hierfür der 1. Mai vorgesehen, coronabedingt zu diesem Termin

aber nicht durchführbar.

Der 24.10.20 wurde als Ersatztermin geplant und Wanderführer Hanspeter Meier konnte

um 7 Uhr am Kanderner Bahnhof 13 zu allem entschlossene Wanderinnen und Wanderer begrüßen und mit auf die in diesem Jahr geänderte Strecke mitnehmen.

Über den Sauweg ging es zur Scheidegg und auf schönen, mit einem Teppich von Herbstlaub bedeckten Waldwegen, weiter oberhalb von Schlächtenhaus und Kloster Weitenau,nach Steinen.Von dort teilweise auf dem Hebelwegli entlang der Wiese zum Marktplatz in Schopfheim, wo reger Betrieb an den zahlreichen vielfältigen Marktständen war.. 

Wir haben uns gestärkt und weiter ging es durch den Schopfheimer heimeligenTeilort Eichen bis nach Hasel bei idealstem Wanderwetter, begleitet von einer eindrücklich schönen Herbststimmung geprägt durch die Färbung der Mischwälder und einem tollen Panorama  bis hin zur Hohen Möhr und unserem Zielpunkt, Hornberg.

Von Hasel kamen wir ins Wehratal und dort zum Stausee beim Kavernenkraftwerk

des Schluchseewerkes. Hier wurden wird von den guten Geistern, Lissi, Hans, Ruth und Ingrid überrascht und mit Kaffee und Kuchen bewirtet. 

Eine willkommene Stärkung nach bis dahin zurückgelegten mehr als 30 KM und vor dem

vor uns liegenden finalen, sehr steilen Aufstieg nach Hornberg und schliesslich zum 

Hornbergbecken, wo wir am höchsten Punkt unserer Tour (1.090 m) in der einsetzenden Abenddämmerung noch eine schöne Aussicht genießen konnten. Als besondere Belohnung für unsere Leistung, haben sich auch noch die Schweizer Alpen gezeigt.

Das letzte Stück zu unserm Hotzenwaldhaus haben wir schnell hinter uns gebracht und dort hatten unsere „Betreuer“ Getränke und eine warme Suppe vorbereitet, ein Hochgenuß am wärmendem Feuerkorb auf dem Vorplatz unseres Hauses. 

Lissi konnte uns im Namen der Hochtouristen zur stolzen Bilanz des diesjährigen 

Hotzenwaldmarathons beglückwünschen: 40,6 km, bei einer reinen Laufzeit von 7:47 Stunden, einer unglaublichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,2 km pro Stunde

(bei den Touren der Hochtouristen natürlich sonst nicht üblich) und 1.380 m rauf und 

790 m runter.

Zusammen mit unserer Vorsitzenden dankten wir Hanspeter herzlich  für die Ausarbeitung und Führung dieser anstrengenden, aber total gelungenen Tour.

Nach diesem für alle Beteiligten äusserst erfolgreichen Tag,.konnten wir es

verschmerzen, dass der eigentlich geplante anschließende Bilderabend und die Übernachtung coronabedingt nicht möglich waren.           

   

Heinz

Schluchten, Steige und Kultur am 18.Oktober

Auch wenn die Sonne erst auf dem Heimweg die herbstlichen Laubwälder zum Leuchten brachte, war die 14 Kilometer lange Rundwanderung „Schluchten, Steige und Kultur“ mit dem Ausgangspunkt Häusern eine rundum gelungene Sache. Dies jedenfalls war das Fazit der 17 Teilnehmer unter der Führung von Silvia Spohn und Heidi Feuchter.

Auf dem Kohlerbückenweg ging es entlang der Windberg-Wasserfälle hinab nach St. Blasien. In dem knapp 4000 Einwohner zählenden Städtchen wurde im Jahr 858 erstmals ein Benektinerkloster erwähnt, weshalb die Geschichte des schmucken Orts auf das Engste mit der des Klosters verknüpft ist. Nach einem Besuch des sehenswerten Doms, ein Meisterwerk des Frühklassizismus, und einer kleinen Kaffeepause ging die abwechslungsreiche Tour weiter zum Albstausee, wo die Mittagsrast stattfand. Dabei wurde die wärmende Williams-Beigabe von Hans-Jürgen Weiß dankbar entgegengenommen.

Entlang des Albsees und der großen Staumauer folgte dann der anspruchsvollere Teil der Wanderung mit ihren insgesamt 450 Höhenmetern zur Oberen Albtalschanze. Über einen idyllischen Waldlehrpfad ging es zurück nach Häusern zum Ausgangspunkt, wo zum Abschluss den beiden Wanderführerinnen für die Organisation gedankt wurde.

Natur, Kultur u. Historie im Nordelsass am 5.u.6. September

16 Hochtouristen und ein Hund unternahmen Anfang September unter der Führung von Hans-Jürgen Weiß einen Zweitagesausflug ins Nordelsass.

Erstes Etappenziel war am Samstagvormittag die Geburtsstadt des  Arztes, Philosophen, Theologen, Organisten, Musikwissenschaftlers und Friedens-Nobelpreisträgers Albert Schweitzer. Dort angekommen, erwartete uns zuerst einmal Kaffee und leckerer Hefezopf aus dem eigens mitgeführten Geling‘schen Verpflegungsmobil. Gut gestärkt begaben wir uns auf einen Rundgang durch die Altstadt mit ihren vielzähligen Sehenswürdigkeiten wie dem  historischen Rathaus, der  Heilige Kreuz Kirche, dem Stockbrunnen, der befestigten Weissbrücke und natürlich unzähligen wunderschön restaurierten Fachwerkhäusern.  Schließlich erklommen wir auch die oberhalb von Kaysersberg gelegene staufische Burg, wo wir auf dem Burgfried - neben einem herrlichen Rundblick über die Stadt - auch einen  kleinen Umtrunk genossen. 

Der eigentliche kulturelle Höhepunkt in Kaysersberg blieb uns leider verwehrt, da das Albert Schweitzer Museum wegen Renovierungsarbeiten geschlossen hatte. Dies bot uns dann aber die Möglichkeit, die elsässische Ess- und Trinkkultur ausgiebiger kennenzulernen. 

Anschließend fuhren wir weiter nach dem westlich von Straßburg gelegenen  Mutzig, wo wir das dortige „Fort de Mutzig“ in einem zweieinhalbstündigen geführten Rundgang besichtigten. Diese größtenteils unterirdische Festungsanlage mit gigantischen Ausmaßen wurde im deutschen Kaiserreich als Folge des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 als „Kaiser Wilhelm II Feste“ zum Schutz gegen mögliche französische Übergriffe erbaut. Sie galt seinerzeit als die größte und modernste Festungsanlage Europas. Dieses kaiserliche Bollwerk wird heute von einem französisch-deutschen Verein betreut und restauriert und hat sich zwischenzeitlich auch längst zu einem Ort des europäischen Friedens entwickelt. 

Neben der Besichtigung von  Mannschaftsquartieren, Großküchen, einer Bäckerei, Toilettenanlagen und einem Krankenhaus mit OP-Raum kamen die technikbegeisterten unter uns insbesondere  durch die Besichtigung der vier großen aus dem Jahr 1898 stammenden Dieselgeneratoren auf ihre Kosten. 

Schließlich fuhren wir weiter nach Oberhaslach, wo wir im kleinen, familiären Hotel Saint-Florent unsere Zimmer bezogen und den Tag in geselliger Runde bei einem sehr leckeren und ausgiebigem mehrgängigem Menu und elsässischem Riesling beschlossen. Nach einem umfangreichen Frühstück vom Buffet starteten wir am Sonntagmorgen zu unserer Wandertour. Gerecht dem Motto „Kultur, Natur und Historie“ wanderten wir das erste Stück auf dem Oberhaslacher Skulpturenweg, entlang dessen mehrere riesengroße und zum Teil bewegliche Sandsteinskulpturen lokaler Künstler aufgestellt waren. Unser erstes Zwischenziel war dann die Ruine Hohenstein, von wo aus sich uns ein herrlicher Ausblick auf das Tal der Hasel bot. Weiter ging es dann, zum Teil steil den Berg hinauf, zur Ruine Grand Ringelstein und dann auf dem Bergrücken weiter zur Ruine Petit Ringelstein, wo wir unser Rucksackvesper einnahmen.   Von dort führte uns der Weg vorbei am Forsthaus Maison Forestiere du Nideck zu unserem Hauptziel, der sagenumwogenen Burg Nideck. Diese ist im gesamten deutschen Sprachraum durch die von den Brüdern Grimm 1816 überlieferte Sage vom Riesenspielzeug bekannt, welche Adelbert von Chamisso zu der Ballade „ Das Riesenspielzeug“ inspirierte. Als kultureller Höhepunkt wurde uns dann diese Ballade auf dem über sehr steile Treppen mühsam erklommenen Bergfried von einer als Burgfräulein verkleideten Mitwanderin vorgetragen. Von der Burgruine Nideck stiegen wir dann steil ab zur „Cascade du Nideck“. Leider blieb uns an dem 25m hohen Wasserfall aufgrund der nicht allzu hohen Temperaturen eine „Naturdusche“ vergönnt. Schließlich stiegen wir weiter ins Tal der Hasel ab, welches wir bei der Auberge La Cascade du Nideck erreichten. Dort genossen einige Flammewaie und ein kühles Bier, andere Kaffe und leckeren Kuchen. Schließlich wanderten wir auf einem bequemen, leicht abfallenden Pfad  entlang der Hasel zurück nach Oberhaslach von wo aus wir dann unsere Rückfahrt antraten.

Wieder in heimatlichen Gefilden angekommen, kehrte ein Großteil unserer Wandergruppe noch in der Pizzeria Sportheim Wollbach ein, wo das  wunderschöne und abwechslungsreiche Wochenende in gemütlicher Runde ausklang.

Hans-Jürgen Weiß

Anmerkung der Redaktion: Bei so viel gutem Essen hätte man das Motto des Ausfluges eigentlich noch um „Kulinarik“ erweitern können...

Wanderung im Appenzeller Land am 20. September

Die Wanderung im Säntisgebiet/Appenzellerland am 20.09.20 war für die 10 Teilnehmer  ein echtes Spätsommerhighlight. Wir starteten im Morgengrauen in Kandern um  frühzeitig und vor dem Sonntagsandrang an der Seilbahn in Wasserauen zu sein. 

Von dort aus ging es mit dem Gondeli auf die Bergstation Ebenalp. Wir besichtigten das berühmte Wildkirchli, bestaunten eine alte Bärenhöhle mit uralten Knochenfunden um uns dann nach einem hervorragenden „Startkaffe´“ endgültig unter der Leitung von Wanderführer Andreas Weber auf den Weg zu machen.

An der Steilwand des Äschers entlang führte der schmale Weg beständig ansteigend über Weiden und Wiesen hinauf zum Gipfelkreuz des Schäfler. Von dort aus ging es nach einem minimalen Zwischenstop, auf steilem Pfad, auf Treppen und Steigen hinunter in Richtung Mesmerhütte. Die Mittagspause verbrachten wir vespernd an eine Felsnadel gelehnt mit einer traumhaften Aussicht auf die Appenzeller Bergwelt. Nach einem doch relativ anstrengenden Auf- und Abstieg in der Meserhütte angekommen, gab es das verdiente und sehr ersehnte Hefeweizen. Da es wirklich sehr sommerliche Temperaturen waren, mögen es auch zwei Weizen gewesen sein ;-)

Weiter ging es dann nach einer kurzen Rast,  beständig und über viel Geröll hinunter zum Seealpsee mit gleichnamigem Restaurant. Auf der Terrasse der Gartenwirtschaft trafen wir auf einen Jodlerverein, dessen beeindruckende Gesänge durchaus zum längeren Verweilen einluden. Man hätte versumpfen können in der Abendsonne, wäre da nicht noch der Abstieg zum Startpunkt noch angestanden. Dieser gestaltete sich als streckenweise recht steil, endete aber in einer Wiese auf der wir die Landeversuche der Paraglider bestaunen konnten.

Den Abschluß dieses traumhaften Tages bildete ein abkühlender Regenschauer, der anständigerweise erst am Auto auf uns nieder ging. Es war ein klasse Tag!

B.Geugelin

Venediger Höhenweg 01.-07.August

Bis kurz vor Beginn stand unsere Tour in den Nationalpark Hohetauern wegen Corona auf der Kippe. Doch zum Glück konnte sich schließlich eine achtköpfige Gruppe der Hochtouristen am Samstag, den 1.August auf den Weg nach Osttirol machen. Unter der fachkundigen Führung von Klaus Lepkojis und Georg Pages stand eine Hochtour auf dem Programm, die ihrem Namen alle Ehre machte.

Zunächst aber ließen wir es gemütlich angehen und den Vereinsbus seine Arbeit tun und uns gut und sicher nach Mittersill bringen, wo wir im Gasthaus Haidbach die erste Nacht verbrachten. Auch der folgende Tag, der uns vom Tourstart Matreier Tauernhaus zur St. Pöltner Hütte führte, brachte uns noch nicht zum Schwitzen, zumal sich die Temperaturen vor Ort massiv von der zu Hause herrschenden Hitze unterschieden. Leider gaben die tiefhängenden Wolken und der Nieselregen nur wenig von der bestimmt zauberhaften Umgebung preis. Die St. Pöltner Hütte (2481 m) bot uns (Corona bedingt) komfortable zwei-bzw. vier-Bettzimmer für die Nacht, während es draußen ab Spätnachmittag in Strömen regnete.

So gestaltete sich denn auch der Acht-Stunden-Höhenweg, der am Montag auf dem Programm stand, recht beschwerlich. Der als Eldorado für alle Höhenwegjünger beschriebene St. Pöltner Westweg zeigte sich triefend nass mit tiefhängenden Wolken und nur kurzen Regenpausen. Zum Glück aber nicht ganz so schlimm wie vom Wetterbericht vorhergesagt. Kleine Rinnsale und Bäche waren zu mühsam überwindbaren Strömen angeschwollen, Rutsch- und Sturzgefahr inklusive. Ein ständiges auf und ab begleitete uns über viele Stunden bevor uns ein steiler Abstieg über Blockschutt hinunter zum Gschlössbach führte. Über die „Gamsleiten“ ließ uns der Pfad wieder steil hinauf, am vorderen Kesselkogel vorbei, zur stillgelegten Alten Prager Hütte steigen. Hier rückte dann bald die Neue Prager Hütte ins Sichtfeld. Allerdings brauchte es eine weitere Stunde anstrengenden Aufstiegs, bis wir, pitschnass und mit triefenden Socken, die auf knapp 2800 m liegende Neue Prager Hütte erreichten. Der wohl überwältigende Blick auf den Gletscher blieb uns an diesem Tag verwehrt. Das Wetter war einfach zu schlecht. Als Steigerung begann es in der Nacht noch zu schneien und der Dienstag begrüßte uns mit zehn Zentimeter Neuschnee bei 0 Grad. Also zogen wir alles über, was der Rucksack hergab und machten uns in klammen Schuhen auf den Weg. Vor uns, ein Abstieg durch Schnee zur Alten Prager Hütte und weglos über, vom Gletscher glatt geschliffene Felsen, zu einem kleinen See, das „Auge Gottes“ genannt. Auf der alten Seitenmoräne des Schlatenkees wanderten wir wieder steil bergauf, passierten über Schnee-und Geröllfelder den Pass des 2770 m hohen Löbbentörls und erreichten nach einigen kleineren Klettereinlagen und nicht enden wollenden Serpentinen die auf 2600 m liegende Badener Hütte. Und siehe da, ein paar Sonnenstrahlen fanden ihren Weg durch die immer noch dichte Wolkendecke und wärmten durch die Fenster die erschöpften Rücken und das Herz, denn das machte Hoffnung für den nächsten Tag.

Der Mittwoch startete dann tatsächlich trocken und die Sonne begann mit Macht, die Wolken wegzudrücken. Und das keinen Tag zu früh, denn es stand die Überwindung der 3310 m hohen Kristallwand auf dem Plan, inklusive Klettersteig und Gletscher. Nach ca. zwei Stunden, vorbei am Trinkwasserstausee, Richtung Frosnitztörl, war der Einstieg des Klettersteiges erreicht. Nun wurden wir in zwei Seilschaften zu je vier Mann eingeteilt und angeseilt, jeweils angeführt von unseren versierten Kletterführern Klaus und Georg. So ging es doppelt gesichert über die schneebedeckten Felsen, kleine Überhänge, schmale Grate, steile Auf-und Abstiege, kletternd und hangelnd, verwöhnt mit spektakulären Ausblicken, bis kurz unter den Gipfel. Das Gipfelkreuz schon im Blick, ging es noch eine halbe Stunde mühsam über Schnee- und Geröllfelder hinauf. Der traumhaft schöne Blick bis zu den Dolomiten bei inzwischen strahlend dunkelblauem Himmel, wie es ihn nur in den Bergen gibt, ließ alle Anstrengung augenblicklich vergessen. Viel Zeit für eine erholsame Gipfelrast ließ der der eiskalte Wind nicht zu und trieb uns nach den obligatorischen Gipfelfotos rasch zum Abstieg auf den Gletscher. Da der Gletscher flach und mit viel Neuschnee bedeckt war entschlossen wir uns ohne Steigeisen zu gehen. Die eingespielten Seilschaften wurden wieder gebildet und im Gänsemarsch, völlig alleine, und außer den eigenen knirschenden Schritten im Schnee in fast vollkommener Stille, zogen wir eine einsame Spur in den von Neuschnee bedeckten Gletscher. Das hatte etwas Magisches, fast Spirituelles….

Die Nacht verbrachten wir im fast 3000 m hoch gelegenen Defreggerhaus, wo wir uns mit einigen Flaschen Rotwein zum Abendessen auf den nächsten Tag und somit den Höhepunkt der Tour, einstimmten: den Aufstieg auf den Großvenediger. 

Früh um 6.30 Uhr ging es los. Nach gut einer halben Stunde Aufstieg zum Gletscherrand schnürten wir die Steigeisen um und nahmen die mittlerweile gewohnten Positionen in der Seilschaft ein. Leider starten vom Defreggerhaus aus viele Tagestouristen, die sich von einem der zahlreichen einheimischen Bergführer zum Gipfel bringen lassen. So reihten wir uns gezwungenermaßen ein in den langen Zug über den Gletscher. Nach ca. drei Stunden schweißtreibenden Marsches erreichten wir den Gipfel auf 3666 m und es bot sich uns wiederum ein spektakuläres Panorama bei strahlend blauem Himmel. Es ging ziemlich lebendig zu da oben, so dass wir nach kurzem Genießen und Verschnaufen den Rückweg antraten. Außerdem lagen ja noch gut 2000 Höhenmeter Abstieg vor uns, etwa die Hälfte davon über den Gletscher, zahlreiche gewaltige und kleinere Gletscherspalten umschiffend, bis zur Neuen Prager Hütte, die wir schon von einer Übernachtung her kannten. Nach einer Stärkung und einem Stündchen Erholung, schafften wir auch die letzten tausend Höhenmeter Abstieg ohne Probleme. Nach einer Pause am herrlich kühlen Bergbach, wo unsere stark beanspruchten Füße ein wohl verdientes Bad erhielten, waren die letzten Meter bis zum Venedigerhaus in Innerglschlöß, unserer letzten Übernachtungstation, ein Klacks. 

Die anderthalb Stunden Marsch am nächsten Morgen bis zum Bus am Matreier Tauernhaus waren der reine Genuß und wir schwelgten bereits in Erinnerungen an das Erlebte. Klaus fuhr uns dann souverän und sicher nach Kandern zurück, wo wir den Abend und unsere tolle Tour bei einer Pizza auf dem Blumenplatz ausklingen ließen.

Diese Hochtour hat uns alle begeistert und wird uns unvergessen bleiben. Ich denke, das kann ich im Namen aller Teilnehmer sagen.

Ein herzliches Dankeschön und großes Lob gebührt Klaus für die aufwändige und tadellose Organisation! 

Dank an Klaus und Georg für die große Umsicht und vor allem dafür, dass ihr uns habt teilhaben lassen an eurer großen Erfahrung, eurem Können und an eurer Leidenschaft für die Berge!

Dank auch an den Verein für die beiden nagelneuen Seile, die uns sicher über alle Hindernisse geführt haben.

 

Katrin Flury

„Felsenkrokodile auf dem Taennchel“Rundwanderung bei Thannenkirch im Elsass am 16.08.2020

Am Sonntagmorgen machten sich 20 Hochtouristen unter der Führung von Hans-Jürgen Weiß bei bestem Wanderwetter auf den Weg nach Thannenkirch (ohne „h“), ganz in der Nähe der Haut-Koenigsbourg.  

Ausgangspunkt der dortigen Rundwanderung war der abgelegene und deshalb nicht stark frequentierte Waldparkplatz Rotzel oberhalb von Thannenkirch. Dort begann die Tour  gleich mit einem kurzen aber steilen Aufstieg auf einem schmalen Pfad hoch auf das Taennchel-Massiv, einem langgezogenen Hochplateau, übersät mit einer Vielzahl von bizarren und zum Teil mystischen Sandsteinformationen. 

Eine erste Trinkpause mit sehr schöner Aussicht auf da Liépvrette-Tal und das Val de Villé legte die Gruppe auf dem „Rocher des Géants“ (Riesenfels)  ein. Entlang der Hangkante führte der Pfad dann bequem zur interessantesten Felsformation und Namensgeber der Tour, dem „Rocher des Reptiles“. Wind und Wetter modellierten diese Felsen zu einer Form, die stark an einen riesigen Krokodilskopf erinnert. Weiter ging es vorbei am Grillplatz bei der Schutzhütte Kutzig-Buech, die Ihren Namen von einer imposanten vielstämmigen Buche erhalten hat zu den „Trois Petite Tables“ (Drei kleine Tische) und schließlich zum „Roche des Trois Grandes Tables“ (Drei große Tische) auf denen das mitgebrachte Rucksackvesper nach dem Erklimmen des Felsens eingenommen wurde. 

Nach dem Vesper machte die Gruppe einen kurzen Abstecher zum Ramelfels, dem mit 988 m höchsten Punkt des Taennchels und damit auch der Wanderung. Von dort ging es zunächst wieder zurück zur Schutzhütte Kutzig-Buech um dann auf steilem Pfad  ein Stück ins Tal des Ibachs mit dem Weiler La Grande Verrerie abzusteigen um schließlich wieder genauso steil zurück auf die Hochfläche aufzusteigen. Dort bot sich dann ein herrlicher Blick auf die Haut-Koenigsbourg und das Rheintal. Auf der Kammhöhe des nun recht schmalen Bergrückens schlängelte sich der Weg dann zwischen vielen Felsbrocken hindurch zum Nekropole-Felsen, wo eine zusammengestürzte „Mur Païen“ (Heidenmauer) beginnt, die sich mit einer Länge von 2,3 km über die ganze Länge des Bergkamms hinzieht. Entlang dieser Mauer passierte die Gruppe den „Rocher Pointu“ (Spitzfels), dann den „Rocher de la Garde“ (Wachtfels) und erreichte schließlich den südlichsten Punkt des Höhenrückens, den „Rocher de la Paix d'Udine. Der Name des Felsens erinnert an den zwischen Napoleons Frankreich und dem habsburgerischen Österreich im Jahr 1797 in Udine geschlossenen Frieden. 

Von dort begann dann der Abstieg, zuerst  auf einem schmalen, steilen Pfad und anschließend auf bequemen, immer absteigenden Forstwegen bis zur Auberge Melkerhof, wo die Gruppe in der dortigen Gartenwirtschaft sehr leckere Desserts bzw. Kaffee und Kuchen  genoss. Schließlich ging es dann wieder hinauf zum Ausgangspunkt der Rundwanderung, dem Waldparkplatz Rotzel. 

Nach der Rückfahrt kehrte ein Großteil der Wandergruppe noch in der Pizzeria Sportheim Wollbach ein, wo der  wunderschöne und abwechslungsreiche Tag in gemütlicher Runde ausklang.

Hans-Jürgen Weiß

Biketour entlang der Schwäbischen Alb vom 23.-26. Juli

Hotzenwald Haus Putz

Zwölf emsige Helfer haben im und um's Haus gereinigt, repariert, gerichtet, gemäht und aufgehübscht, damit unser Naturfreundehaus bereit ist, nach der Corona-Pause wieder Gäste aufzunehmen. Spaß hat's gemacht.

Wanderung durch's Gasterntal am 5. Juli

Die erste Wanderung nach langer Corona-Pause führte uns ins schweizerische Gasterntal. Zwölf Wanderer waren unter der Leitung von Günter Schweinlin unterwegs und genossen die wunderbare Natur im Tal der Kander und gutes Wetter. Nur mit Ticket und geregelten Zufahrts-/Ausfahrtszeiten darf ins Gasterntal (schweizerisch: Gasteretal) eingefahren werden. Das wissen jetzt auch wir Hochtouristen. Schmal und abenteuerlich ist das Sträßchen, das nur mit PKW befahren werden darf und manch einer nutzt lieber den taleigenen Shuttlebus. Den Gletscher auf Sichtweite und die Kander ständig in Hörweite war es ein gemütlicher und wunderbarer Wiedereinstieg ins Bergwandern. Die Sonne meinte es gut mit uns und ein kandergekühltes Bier zum Ende der Tour wurde von allen als äußerst wohltuend empfunden. Die Einkehr im Ruedihaus war dann wirklich der beeindruckende Abschluss des Tages.

Unterwegs auf dem Weidbuchenpfad am Belchen am 12. Januar

Der Winter hatte uns Schneeschuhwanderer im Stich gelassen. Und so wurde aus unserer Schneeschuhtour kurzerhand eine sehr schöne Wanderung vom Böllener Eck aus über die Stuhlsebene in Richtung Belchengipfel. Alles war wunderbar überfroren, als wir uns auf den Weg machten und der Hochnebel, durch den wir erst noch durch mussten, hat für eine mystische Stimmung gesorgt. Unser stetiges Bergaufgehen wurde alsdann belohnt von einer tollen Fernsicht, wobei die Wolken wie ein Schneeteppich unter uns lagen. Da hatten wir ihn doch fast, den Schnee. Auf dem Belchengipfel blies ein kalter Wind und immer wieder sorgten kleine, aber völlig überfrorene Schneefelder für Herausforderungen oder Rutschpartien. Die Aussicht machte es wett und über Multen ging es zurück zum Ausgangsort. Die Einkehr im "Hirtenbrunnen" in Fröhnd-Hof war ein geselliger Abschluss.

Glühwein, Punsch und Würstchen

Das neue Jahr begrüßt haben wir mit Glühwein, Punsch und Würstchen am 10. Januar am Roten Rain. Die gemütliche Atmosphäre mit warmen Decken und Kerzenschein in der Roten-Rain-Hütte hat uns bald vergessen lassen, dass draußen (leider) nicht ein halber Meter Schnee liegt und dem Geschmack des Glühweins hat es auch keinen Abbruch getan. Und dank unserem Heizer Gerhard war es auch am offenen Feuer möglich, sich auszutauschen und auf's neue Jahr vorauszuschauen.